Deutsche Telekom: Keine Entlastung für Zumwinkel

1. Mai 2009, 10:46
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Entscheidung auf ordentliche Hauptversammlung 2010 verschoben - Rolle des früheren Aufsichtsratsvorsitzenden in Spitzelaffäre noch unklar

Im Hinblick auf seine ungeklärte Rolle in der Telekom-Spitzelaffäre haben die Aktionäre der Deutschen Telekom dem früheren Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Zumwinkel die Entlastung verweigert. Wie von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagen, wurde die Entscheidung auf der Telekom-Hauptversammlung am Donnerstag in Köln auf die kommende ordentliche Hauptversammlung im Jahr 2010 verschoben. Zumwinkel war im Zuge der Affäre um die Bespitzelung von Aufsichtsräten und Journalisten ins Fadenkreuz der Bonner Staatsanwaltschaft geraten.

Schadenersatzforderung

Die Deutsche Telekom stellte inzwischen gegen ihn genau wie gegen den ehemaligen Konzernchef Kai-Uwe Ricke Schadenersatzforderungen in der Höhe von einer Million Euro. Der neue Telekom-Datenschutz-Vorstand Manfred Balz sagte auf der Hauptversammlung, die Telekom gehe davon aus, dass Zumwinkel gemeinsam mit Ricke den Auftrag zur Bespitzelung von Journalisten erteilt habe. Die Spitzelaffäre spielte allerdings auf der Aktionärsversammlung keine so große Rolle wie im Vorfeld erwartet. (APA/dpa)

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