Auf dem Messerers Gscheid viel sehen

    24. April 2009, 16:58
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    Es gibt in der Umgebung Erhebungen, trotzdem nimmt der Hochbuchberg unter den Gipfeln der oberösterreichischen Voralpen eine besondere Stellung ein

    Schon von der Grünburger Hütte schaut man zum Traunstein, zur Kremsmauer und zum Toten Gebirge sowie über das Alpenvorland hinweg zum Sauwald und zu den südlichen Bergen des Mühlviertels. Und wenn man das Gipfelkreuz erreicht hat, wird die Rundsicht noch beeindruckender: Eine etwas vom höchsten Punkt entfernt liegende freie Fläche beschert den Blick zur Gipfelkette vom Ötscher über Dürrenstein bis zum Gesäuse, zu den Ybbstaler Alpen und zu benachbarten Bergen wie Schiefer- oder Schoberstein.

    Eine Aufwertung erfährt die Tour, wenn man sich zu einer Runde über das Gscheid und das Kruckenbrettl entschließt - dann wandert man von einem Aussichtsplatz zum anderen. Das Gscheid firmiert in älteren Karten und Beschreibungen noch als Messerers Gscheid, was an die Feitelerzeuger erinnert, die über diese Höhen ihre Waren ins Steyrtal transportierten. Der Bergfrühling hat voll eingesetzt, beiderseits des Weges blüht es, sodass man nicht weiß: Soll man seine Aufmerksamkeit mehr den Blumen oder der Aussicht widmen? Die Tour ist einfach, aber wegen großer Höhenunterschiede relativ anstrengend. Der Schlussteil ist unmarkiert, bereitet aber keinerlei Orientierungsprobleme.

    Die Route: Von der Haunoldmühle südlich von Grünburg im Steyrtal fährt man durch das Rodatal bis knapp vor das Gehöft Seebacher. Von dort folgt man der roten Markierung (Nummer 15), die nicht gerade sanft zur Brettmaisalm und zur Grünburger Hütte führt. Gehzeit knapp 1 1/2 Stunden. In einer weiteren halben Stunde erreicht man den höchsten Punkt.

    Zurück bis in einen Wiesensattel, dort hält man sich rechts und steigt auf steilem Pfad, später etwas gemütlicher, zum Gscheid ab, das man nach etwa einer Stunde ab dem Hochbuchberg erreicht. Im Gegenanstieg gelangt man zum Kruckenbrettl, von dem der relativ steile Hubertussteig hinab in einen Sattel führt. Dort trifft man auf eine unmarkierte Forststraße, der man nach links bis zum Ausgangspunkt folgt. Ab Gscheid 1 1/2 Stunden. (Bernd Orfer/DER STANDARD/Printausgabe/25./26.4.2009)

    Gesamtgehzeit 4 1/2 Stunden, Höhenunterschied rund 800 m. Grünburger Hütte von Mai bis Oktober durchgehend geöffnet (Dienstag Ruhetag), sonst Wochenend- und Feiertagsbewirtschaftung. ÖK25V Blatt 4201-Ost (Molln).

    • Der Bergfrühling ist da.
      foto:oö.tourismus/erber

      Der Bergfrühling ist da.

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