Tausende Iraker demonstrieren gegen USA

9. April 2009, 10:32
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"Nein zu Amerika, nein zur Besatzung!" - mit Video

Bagdad - Tausende Iraker haben am 6. Jahrestag des Einmarsches der US-Armee in Bagdad gegen die Präsenz der amerikanischen Truppen in ihrer Heimat protestiert. Sie riefen: "Nein zu Amerika, nein zur Besatzung!". Die zentrale Kundgebung fand nach Angaben von Augenzeugen am Donnerstagmorgen im Regen auf dem Firdauz-Platz im Stadtzentrum statt. Auf diesem Platz hatten Iraker und US-Soldaten am 9. April 2003 gemeinsam eine große Statue Saddam Husseins vom Sockel gestürzt. Zu der Demonstration hatte der radikale Schiiten-Prediger Muktada al-Sadr aufgerufen.

Die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak zitierte den irakischen Vizepräsidenten Tarik al-Hashimi am Donnerstag mit den Worten: "Die Invasion war ein gefährliches und kostspieliges Abenteuer, dessen Auswirkungen man vorab nicht richtig kalkuliert hatte". Es wäre besser gewesen, Diktator Saddam Hussein wäre von den Irakern gestürzt worden und nicht von den Amerikanern.

In der Provinz Diyala nordöstlich von Bagdad starb am Donnerstag ein Zivilist, als eine an seinem Auto befestigte Bombe explodierte. Drei weitere Menschen wurden verletzt. Aswat al-Irak meldete unter Berufung auf Geheimdienstkreise in der Provinz, mehrere Al-Kaida-Anführer, die vor dem Beginn einer Anti-Terror-Offensive im 2008 geflohen seien, hielten sich nun wieder in Diyala auf. (APA/dpa)

 

 

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    Jährlich wiederkehrende Proteste gegen die US-Invasion des Irak.

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