Crossover von klassischer Musik und Breakdance

31. März 2009, 14:15
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Zwei Tanzperformances von "Nobulus" werden von der Jungen Philharmonie Salzburg begleitet

Salzburg - Für den Choreographen und Tänzer Alexander Wengler von der Salzburger Breakdance-Formation "Nobulus"ist die Begegnung mit der Jungen Philharmonie Salzburg auch die Chance, von der formalen Enge des Breakdances zu emotionalerem Ausdruck zu gelangen. "Out of the shadow" heißt dieses Projekt, bei dem Filmmusik von Hans Zimmer mit dem "Zarathustra" von Strauss, dem Donauwalzer oder einem Paganini-Capriccio zu einer "urban getanzten" Geschichte über die Sinnlosigkeit von Gewalt verwoben werden. Zwei Tanzperformances mit Live-Orchester gibt es zum Abschluss des Abos 2008/2009 am 8. und 9. Mai in der Festhalle der Stieglbrauerei zu erleben.

Das in London erfolgreich uraufgeführte "Out of the shadow" besteht aus klassischer Musik, bei der die eine oder andere besonders rhythmische Passage in Endlosschleife gespielt, oder in Einzelteile zerlegt und neu arrangiert wird. Dazu kommen Effekte aus dem Laptop, vom künstlichen Beat bis zu digitalen Klangverfärbungen des Orchester-Livesounds.

Weiters auf dem philharmonischen Programm

Beachtenswerte Experimente und auch Altbekanntes, das bieten die Junge Philharmonie Salzburg und ihre Leiterin Elisabeth FuchsI auch im Abo der Saison 2009/2010. Am 21. und 22. Oktober geht es los mit der "Messe" von Leonhard Bernstein. Für dieses ursprünglich sehr erfolgreiche, dann aber selten gespielte Werk sind ein großes Orchester, ein großer Chor, Solisten, ein Streetchorus, eine Rockband, eine Bluesband und eine Marching Band (spezielle Art von Blasorchester, Anm.) - insgesamt so um die 250 Mitwirkende - nötig.

Am 25. November gibt es einen klassisch-symphonischen Brahms-Abend und am 13. Jänner steht französische Musik auf dem Programm. Erst Debussy, dann aber die Kantate "Faust et Helene" des 1918 erst 24-jährig verstorbenen Kompositions-Wundermädchens Lili Boulanger. Im zweiten Teil dieses Abends im Großen Saal wird Maria Bill ihr Piaf-Programm erstmals mit Orchester singen.

Experimenteller Höhepunkt des Jahres-Abos, von dem pro Saison rund 500 bis 600 Stück einen Käufer finden, heißt "Metropolis". In diesem Stummfilmklassiker von Fritz Lang aus dem Jahr 1927 wird die Junge Philharmonie die Original Filmmusik von Gottfried Huppertz live dazuspielen. (APA)

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