USA geben 40 Millionen Dollar für Wahl

31. März 2009, 06:20
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Clinton schließt Gespräch mit iranischem Diplomaten nicht aus - Internationale Konferenz in den Niederlanden

Den Haag - Die USA werden für einen reibungslosen Ablauf der Wahl in Afghanistan in diesem Jahr 40 Millionen Dollar (30 Millionen Euro) zur Verfügung stellen. Das kündigte Außenministerin Hillary Clinton am Montag auf dem Weg zu einer internationalen Afghanistan-Konferenz in den Niederlanden an. Ein direktes Gespräch mit dem Vertreter des Iran auf dem Treffen wollte Clinton nicht ausschließen. Sie könne nicht vorhersehen, wie der Tag ablaufen werde, sagte die Ministerin.

Iran nimmt an Konferenz in Den Haag teil

Die USA seien gespannt zu hören, welche Rolle der Iran bei der Stabilisierung des Nachbarlands spielen wolle, sagte Clinton. Es sei ein positives Zeichen, dass Teheran die Einladung nach Den Haag angenommen habe. Der Iran wird auf der Konferenz vom stellvertretenden Außenminister Mohammad Mehdi Akhondzadeh vertreten. Er betonte am Montag, der Schlüssel zu einer Befriedung des Landes liege in der Hand der Afghanen. "Die Präsenz ausländischer Truppen kann dem Land nicht Frieden, Sicherheit und Stabilität bringen", sagte Akhondzadeh.

Obama will auf Teheran zugehen

Teheran und Washington unterhalten seit der Islamischen Revolution im Iran vor drei Jahrzehnten keine diplomatischen Beziehungen mehr. Die Regierung von US-Präsident Barack Obama will auf Teheran zugehen, um die Regionalmacht stärker einzubinden, nicht zuletzt bei der Stabilisierung Afghanistans. Auch Teheran hat ein Interesse daran, denn der schiitische Iran sieht ein Erstarken der sunnitischen Extremisten der Taliban mit großer Skepsis. Auch der Drogenschmuggel aus Afghanistan wird für den Iran zunehmend zum Problem. Die Regierung in Teheran hat außerdem zahlreiche afghanische Flüchtlinge aus dem Nachbarland aufgenommen.

Strategie für Frieden gesucht

Bei der Konferenz in Den Haag am heutigen Dienstag kommen Vertreter von mehr als 80 Staaten und Nichtregierungsorganisationen für einen Tag zusammen. Im Mittelpunkt der Konferenz stünden weniger finanzielle und militärische Unterstützung, sondern eine Strategie, um dem Land Frieden und Stabilität zu bringen, sagte der niederländische Außenminister Maxime Verhagen. (APA/AP)

 

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