Corti-Preis an Raimund Löw - Fernsehpreis an Wolfgang Murnberger

30. März 2009, 14:48
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Österreichische Volksbildung zeichnet "Schwarzen Löwen" aus - Porträts über Gert Jonke und Rudolf Gelbard als beste Dokus - Preis für beste Sendereihe an "Menschen und Mächte spezial"

Der zum zwölften Mal vergebene Axel-Corti-Preis der österreichischen Volksbildung für besonders wertvolle Leistungen im Fernsehen geht heuer an den langjährigen ORF-Korrespondenten und Historiker Raimund Löw. Das ist das Resultat der Jury-Sitzung von heute, Montag. Gleichzeitig wurden zum 41. Mal die Fernsehpreise der Erwachsenenbildung vergeben: Für den besten Fernsehfilm werden Wolfgang Murnberger und die Drehbuchautoren Rupert Henning/Uli Brée für "Der schwarze Löwe" ausgezeichnet. Die Verleihung findet am 26. Mai im Wiener Rathaus statt.

Raimund Löw, geboren 1951, war nach seinem Studium acht Jahre als Historiker am Ludwig-Boltzmann-Institut und verschiedenen Universitäten tätig. 1985 begann Löw seine ORF-Karriere in der Auslandsredaktion des Hörfunks. Von 1989 bis 1991 arbeitete er als ORF-Korrespondent in Moskau, von 1991 bis 1997 war er Korrespondent in den USA. Nach einigen Jahren in Wien bei der "ZiB 2" kehrte Löw 2003 nach Washington zurück. Seit 2007 leitet er die Außenstelle in Brüssel. Im gleichen Jahr wurde er als Außenpolitikjournalist des Jahres sowie mit dem Bruno-Kreisky-Preis ausgezeichnet.

Fernsehpreis an Wolfgang Murnberger

Gleichzeitig mit dem vom Verband österreichischer Volkshochschulen vergebenen Corti-Preis werden am 26. Mai die Fernsehpreise der Erwachsenenbildung von der ARGE Bildungshäuser, dem Büchereiverband Österreichs, dem Volkshochschulverband und dem Wirtschaftsförderungsinstitut verliehen. In der Kategorie "Fernsehfilm" setzte sich "Der schwarze Löwe" von Wolfgang Murnberger nach dem Buch von Henning und Brée durch. Der Film mit Lukas Resetarits und Wolfgang Böck basiert auf dem wahren Fall eines Asylwerbers, der eine niederösterreichische Fußballmannschaft zu neuen Höhen führte, dann aber abgeschoben wurde.

Den Preis für die beste Dokumentation teilen sich in diesem Jahr zwei Porträt-Filme: Für die "Reise zum unerforschten Grund des Horizonts" über den mittlerweile verstorbenen Kärntner Literaten Gert Jonke werden Ingrid Ahrer und Martin Polasek ausgezeichnet. Für "Der Mann auf dem Balkon: Rudolf Gelbard" über den Holocaust-Überlebenden und Kulturreferenten der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien erhalten Kurt Brazda und Gelbard selbst den Fernsehpreis. Als beste Sendereihe wird schließlich die unregelmäßige ORF-Serie "Menschen und Mächte spezial" gewürdigt. (APA)

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