Rückkehr des Vertrauens

27. März 2009, 15:32
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Ein Kommentar aus dem wöchentlichen Marktbericht von Raiffeisen Research

USA

Die Rally an den US-Aktienmärkten reißt bis dato nicht ab. Immer deutlicher zeichnet sich eine beständige Bodenbildung der wichtigsten Konjunktur-Vorlaufindikatoren ab und immer mehr Unternehmen (zuletzt Elektronik-Einzelhändler Best Buy) können zumindest die zuvor stark abgesenkten Gewinnerwartungen erreichen oder sogar übertreffen. Die begonnene Stabilisierung im Finanzsektor und bei den Konjunktur-Vorlaufindikatoren bildet unserer Meinung nach die Basis für mittelfristig weiter steigende Aktienkurse, auch wenn kurzfristig jederzeit mit Gewinnmitnahmen zu rechnen ist.

Europa

Auch die europäischen Aktienmärkte konnten ihre Aufwärtstendenz fortsetzen. Vor allem Finanzwerte waren einmal mehr die größten Treiber für die positive Entwicklung. Zudem gehörten Rohstoffwerte wegen gestiegener Metallpreise zu den erfolgreichsten Titeln an Europas Börsen. Im Großen und Ganzen bleibt die Nachrichtenlage von Seiten der Unternehmen allerdings nach wie
vor schwach und dementsprechend wird wohl auch die Gewinnentwicklung im heurigen Jahr nicht besonders erfreulich aus fallen. Auch die Vorlaufindikatoren senden auf den ersten Blick noch keine wirklichen Entspannungssignale aus. So sank etwa der deutsche Ifo-Index auf den tiefsten Stand seit 26 Jahren. Demgegenüber konnte jedoch die Zukunftskomponente des Index eine Verbesserung aufweisen. Trotz des nach wie vor widrigen Umfelds sind wir für die weitere Entwicklung an den europäischen Aktienmärkten zuversichtlich. Zwar werden anhaltend schwache Wirtschafts-und Unternehmensnachrichten den Märkten eine erhöhte Volatilität verleihen. Jedoch glauben wir, dass vor allem durch die Stabilisierungsmaßnahmen für den Finanzsektor wieder mehr Vertrauen an die Märkte zurückkehren wird und dementsprechend wieder höhere Kursniveaus an den Aktienmärkten der Eurozone zu erwarten sind.

Japan

Auch am japanischen Aktienmarkt setzte sich die Erholungsrally weiter fort. Die Hoffnung auf eine Stabilisierung des Finanzsektors und der globalen Konjunkturdynamik sorgen weiter für Paradigmenwechsel in Richtung zyklischer und risikoreicherer Assets. Auch wir glauben an eine Entspannung der Situation in den kommenden Monaten und setzen daher weiter auf steigende Kurse.

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