EU-Außenminister beraten

27. März 2009, 09:02
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Erstes Treffen seit Sturz der Prager Regierung - EU-Erweiterung und Nahost Schwerpunkte

Brüssel - Erstmals seit dem Sturz der tschechischen Regierung kommen die EU-Außenminister am Freitag für zwei Tage zu informellen Beratungen auf Schloss Frauenberg (Hluboka nad Vltavou) in Tschechien zusammen. Der tschechische EU-Ratsvorsitz will dabei vor allem den Nahost-Konflikt, die EU-Erweiterung und die Lage in Weißrussland erörtern. Das Schloss in der Nähe von Budweis (Ceske Budejovice) war der frühere Herrschaftssitz der Fürsten von Schwarzenberg - dem Adelsgeschlecht, dem der Gastgeber Karel Schwarzenberg entstammt.

Die Nahost-Gespräche dienen auch der Vorbereitung des Besuchs des US-Präsidenten Barack Obama zum EU-USA-Gipfel am 5. April in Prag, auch der US-Kurswechsel zum Iran wird die EU-Minister beschäftigen. Die Debatte um die EU-Erweiterung dreht sich vor allem um die Balkan-Staaten. Die EU-Beitrittsverhandlungen mit Kroatien sind derzeit durch den Grenzstreit mit Slowenien blockiert. Zur Aussprache über die Lage in Bosnien-Herzegowina hat Schwarzenberg auch den neuen internationalen Hohen Repräsentanten, den österreichischen Diplomaten Valentin Inzko, eingeladen. Die Einladung des weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko zu einem Gipfel mit den östlichen Anrainerstaaten am 7. Mai in Prag muss von der EU noch geklärt werden. (APA)

 

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