Oerlikon tief in den roten Zahlen

26. März 2009, 09:13
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Der Mischkonzern erwirtschaftete 2008 einen Verlust von 277 Millionen Euro, ein Restruku­rierungsprogramm ist die Folge

Pfäffikon - Der Mischkonzern OC Oerlikon, an dem der österreichische Investor Ronny Pecik 12 Prozent hält, muss zur Kostensenkung seine Restrukturierung beschleunigen. Die massiv gesunkene Nachfrage auf den Märkten hat OC Oerlikon 2008 einen Verlust von 422 Mio. Franken (277 Mio. Euro) eingebracht.

2007 hatte OC Oerlikon noch 319 Mio. Franken verdient. Der Konzernumsatz sank 2008 um 12,1 Prozent auf 4,75 Mrd. Franken. Das Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) betrug minus 37 Mio. Franken, nach plus 467 Mio. Franken im Jahr davor. Auf dem Betriebsergebnis lasten einmalige Restrukturierungskosten von 66 Mio. Franken und Wertberichtigungen von 252 Mio. Franken. Das Konzernergebnis wurde durch hohe Rohmaterialpreisen und Währungsschwankungen belastet.

"Wir sind dabei, ein konsequentes Restrukturierungsprogramm sowie Maßnahmen zur Sicherung der Profitabilität umzusetzen, und wir werden unsere Risikoexposition verkleinern, indem wir unser finanzielles Fundament stärken und unser Portfolio straffen", so der Konzernchef Uwe Krüger am Donnerstag.

OC Oerlikon leidet besonders stark unter dem Rückgang im globalen Geschäft für Textilmaschinen. Dort brachen die Bestellungen 2008 um die Hälfte ein. Die Strategie von Oerlikon Textile werde neu definiert und Kosten gespart. Oerlikon Textile will kein Komplettanbieter mehr sein, sondern konzentriert sich auf profitable Marktsegmente.

Weiteren Stellenabbau hat OC Oerlikon am Donnerstag nicht angekündigt. Seit Juli 2008 wurden in allen Bereichen 1.000 Stellen gestrichen. Derzeit müssen 3.800 Mitarbeiter kurzarbeiten. (APA)

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