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Bei der Kundgebung wurden Bilder des belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko verbrannt.

Foto: AP/Grits

Minsk - In der belarussischen Hauptstadt Minsk haben etwa 2.000 Menschen an einer regierungskritischen Demonstration teilgenommen. Bei dem Protestzug am Mittwochabend schwenkten die Demonstranten Europaflaggen, wie eine Journalistin der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Vertreter europäischer Botschaften und der US-Botschaft in Minsk waren vor Ort, um den Ablauf der Proteste zu beobachten. Im Vorfeld waren etwa ein Dutzend Regierungskritiker, die an dem Marsch teilnehmen wollten, festgenommen worden. Anlass der Demonstration war der Jahrestag der Ausrufung der belarussischen Republik im Jahr 1918, die nur kurz Bestand hatte.

Im vergangenen Jahr hatte die Demonstration zum Jahrestag der Republik-Gründung mit Dutzenden Festnahmen von Teilnehmern geendet. Außerdem hatte die Polizei mit Gummiknüppeln auf die Demonstranten eingeschlagen. 2007 waren belarussische Spezialkräfte eingesetzt worden, um die Demonstration zu verhindern. Die EU-Kommission hatte der belarussischen Regierung Anfang dieses Jahres bescheinigt, dass sie wichtige Schritte in Richtung einer Demokratisierung des Landes unternommen habe. (APA)