ECO Business-Immobilien mit negativem Ergebnis

25. März 2009, 08:29
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Das Jahr 2008 war vor allem wegen marktbedingten Abwertungen des Portfolios für das Unternehmen kein gutes

Wien - Die Ergebnisse der börsenotierten ECO Business-Immobilien AG sind im Vorjahr wegen Abwertungen des Immo-Portfolios um rund 5 Prozent in die roten Zahlen gerutscht, doch konnte man operativ zulegen. Das Konzernergebnis sackte von +32,8 Mio. Euro auf -35,7 Mio. Euro ab, das Vorsteuerergebnis (EBT) drehte von +41,7 auf -49,9 Mio. Euro. Auch das Betriebsergebnis (EBIT) sank stark von +60,8 Mio. auf -6,8 Mio. Euro. Verkauft hat ECO Business jetzt an die an ihr zu einem Viertel beteiligte conwert für 52 Mio. Euro den Hälfte-Anteil am Allianz-Trading-Portfolio sowie weitere Liegenschaften in Österreich und Deutschland für 61 Mio. Euro, teilte das Unternehmen am Mittwoch vor der Bilanzpressekonferenz mit.

Die Verkäufe an die conwert erfolgten mit 113,3 Mio. Euro "unter den historischen Anschaffungskosten", wie es heißt, also mit Verlust. Grund dafür seien das aktuelle Marktumfeld und die damit einhergehenden Bewertungen. Allerdings seien mit dieser Transaktion die Verbindlichkeiten gegenüber der conwert-Gruppe weitgehend zurückgeführt worden. Bereits im Jahresverlauf 2008 hat ECO Business seine Schulden reduziert, die langfristigen von 618 auf 471 Mio. Euro und die kurzfristigen von 284 auf 268 Mio. Euro.

Nach dem vollständigen Verkauf des Trading-Portfolios umfasst die Segmentierung der ECO Business ab 2009 nur noch die beiden strategischen Segmente Hold-Portfolio und Development-Portfolio. Schon zuvor hat ECO in den ersten Wochen 2009 zwei Liegenschaften in Wien an private Investoren verkauft. Zum Ultimo 2008 waren von den 117 (127) Objekten 72 (73) dem Hold-Portfolio zugeordnet und 4 (8) dem Development-Portfolio. Insgesamt verfügte das Unternehmen zu Jahresende über ein Immo-Vermögen von 1,074 (1,233) Mrd. Euro mit 662.700 (668.000) m2 Nutzfläche.

Mehr Vermietungserlöse

Die Vermietungserlöse stiegen im Geschäftsjahr 2008 um 54 Prozent auf 74,8 Mio. Euro, nach 48,6 Mio. 2007. Dieser Zuwachs sei vor allem auf die Akquisition ehemaliger BAWAG-Immobilien Ende 2007 zurückzuführen, die 2008 erstmalig zu den Vermietungserlösen von ECO beitrugen. Weiters habe sich das beständige Mietniveau in den Kernmärkten und die Konzentration auf solide, bonitätsstarke Mieter positiv auf die Vermietungserlöse ausgewirkt.

Der Netto-Cash-Ertrag (FFO; nach Zinsen und Steuern, inkl. Wertberichtigung), der die operative Ertragsstärke widergibt, war 2008 mit 5,0 Mio. Euro positiv - trotz der gegenüber 2007 deutlich höheren Finanzaufwendungen. Allerdings lag er unter dem Wert von 2007 von 24,7 Mio. Euro. Der FFO vor Zinsen und Steuern stieg 2008 aufgrund der positiven operativen Entwicklung von 44,2 auf 48,1 Mio. Euro.

Die Erträge aus Immo-Verkäufen sanken 2008 von 16,5 auf 4,5 Mio. Euro. Grund war laut ECO Business "die Liquiditätsknappheit am Finanzmarkt", die den Investmentmarkt für Business-Immobilien belastet habe.

Die Eigenkapitalquote wurde - durch den Abbau von Verbindlichkeiten - von 32,6 auf 33,7 Prozent erhöht. Die liquiden Mittel zum Ultimo beliefen sich auf 14,6 Mio. Euro, nach 34,7 Mio. Euro ein Jahr davor; durch Immo-Verkäufe im neuen Jahr 2009 wurden sie bereits um über 100 Mio. Euro erhöht.

Der Net Asset Value (NAV) je Aktie sank 2008 vor allem aufgrund der Abwertungen von 12,40 auf 10,80 Euro, adaptiert lag er laut ECO Business bei 10,72 Euro je Aktie. Zuletzt notierte die Aktie bei 1,17 Euro. (APA)

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