Johannes Krisch und Alpha Centauri: Philosophieren mit grünem Schleim

    24. März 2009, 23:06
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    Harald Lesch moderiert auf BR alpha die kosmologische Sendung "Alpha Centauri" - Johannes Krisch ist sein Fan

    Aus nichts wird nichts. Mit diesem Slogan haben Heerscharen von Pädagogen Generationen ihrer Schützlinge zu Produktivität angehalten. Dabei stimmt das gar nicht! Denn - und das ist nun eher einfach ausgedrückt: Das Nichts ist nicht.

    Ganz genau und viel schöner zu umschreiben weiß das Harald Lesch, der am Bildungskanal BR alpha die kosmologische Sendung "Alpha Centauri" moderiert. Burgschauspieler Johannes Krisch ist sein Fan, denn der Professor für Astrophysik ist ein unkonventioneller Vermittler:

    "Lesch legt exzellente Querverbindungen zwischen Naturwissenschaft und Philosophie", so Krisch. "Seine Analysen reichen in Bereiche der Transzendenz hinein, sie verfolgen auch Fragen nach Gott." Lesch, der seines saloppen Gesprächsmodus wegen auch "Anti-Däniken" genannt wird und sich geistig unter anderem von Ursuppe und grünem Schleim ernährt, klärt für Krisch "gewichtige Fragen des Daseins". Auch wenn die Präsentationsform der Sendung eher "altbacken aufgezogen" ist: "Da steht der Professor vor einer großen Tafel, schreibt das Thema drüber und philosophiert. Dann gibt's Einspielungen über Supernovas. Natürlich muss einen das faszinieren!"

    Leschs Kosmologie ist Philosophie mit anderen Mitteln. Und deshalb schüttelt der begehrte und derzeit am Bildschirm pausierende Professor für Daseinsfragen die Nämlichen wie aus dem Ärmel: Parmenides, Leibnitz, Schelling, Kant. Warum hat sich das Universum in seine Existenz hineingestürzt? Dafür bräuchte es wirklich neue Folgen. Alte Beiträge sind online abrufbar. (Margarete Affenzeller/DER STANDARD; Printausgabe, 25.3.2009)

    • Theoretische Astrophysik - leicht gemacht: Prof. Harald Lesch erklärt in "Alpha-Centauri" den Kosmos.
      foto: br

      Theoretische Astrophysik - leicht gemacht: Prof. Harald Lesch erklärt in "Alpha-Centauri" den Kosmos.

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      Johannes Krisch horcht am liebsten ins Weltall - mit "Alpha Centauri".

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