US-Journalistinnen in Nordkorea verhört

24. März 2009, 14:07
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Wollten angeblich über nordkoreanische Flüchtlinge berichten

Pjöngjang - Die beiden von nordkoreanischen Grenztruppen festgenommenen US-Journalistinnen sind einem Pressebericht zufolge in die Hauptstadt Pjöngjang gebracht worden. Die südkoreanische Zeitung "Joong Ang Ilbo" berichtete am Dienstag unter Berufung auf Geheimdienstkreise, die beiden Reporterinnen befänden sich zurzeit in einem Vorort von Pjöngjang und würden dort vom nordkoreanischen Geheimdienst verhört. Anderen Berichten zufolge handelt es sich um Euna Lee und Laura Ling, die für eine in Kalifornien ansässige Online-Redaktion tätig sein sollen.

Die beiden Frauen hätten von der chinesischen Seite über den Grenzfluss Tumen gefilmt und seien dabei wahrscheinlich auf nordkoreanisches Gebiet gelangt. Am Tag nach ihrer Festnahme seien sie getrennt nach Pjönjang gebracht worden, zitierte "Joong Ang Ilbo" weiter aus Geheimdienstquellen.

Aus diplomatischen Kreisen verlautete, die beiden Frauen hätten sich auf dem vereisten Fluss befunden, als sie von nordkoreanischen Grenzschützern aufgriffen worden seien. Ein Vertreter des US-Außenministeriums bestätigte unterdessen, die USA bemühten sich bei den nordkoreanischen Behörden um die Freilassung der beiden Journalistinnen.

Überdies wurden nach Medienberichten bei dem Vorfall auch ein amerikanischer Kameramann sowie dessen chinesischer Begleiter von den Behörden auf der chinesischen Seite des Flusses festgenommen. "Der US-Bürger, der in den Vorfall verwickelt ist, hat China verlassen", sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums. Der Vorfall ereignet sich in einer Phase wachsender Spannungen auf der koreanischen Halbinsel. Der kommunistische Norden wirft dem Süden vor, in gemeinsamen Manövern mit den USA eine Invasion vorzubereiten. (APA/Reuters)

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