Kässbohrer Transport Technik streicht Stellen

24. März 2009, 09:49
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Die Krise in der Automobilindustrie trifft den Autotransporter-Erzeuger deutlich

Aufgrund von Auftragseinbrüchen musste ein umfangreiches Maßnahmenpaket erarbeitet werden, um den Standort in der Flachgauer Gemeinde zu sichern. Geplant sind bis zu 90 Kündigungen, eine Ausweitung der Kurzarbeit, Bildungskarenzen und Aussetzungsverträge. Weiters soll es Solidarbeiträge der Stammmannschaft und des Managements geben, teilte der Autotransporter-Hersteller Montagabend mit.

Konkret sieht das Paket neben den Kündigungen vor, dass es eine Möglichkeit zur Kurzarbeit für 70 bis 80 Prozent der Belegschaft, eine Verlängerung des Betriebsurlaubs, einen Gehaltsverzicht der Führungskräfte zwischen 30 und 50 Prozent und bei den Mitarbeitern von 5 bis 10 Prozent vor. Wenn es gelinge, dieses Maßnahmenpaket im Einvernehmen mit dem Betriebsrat und den Sozialpartnern umzusetzen, sei der Standort Eugendorf mit den verbleibenden rund 150 Arbeitsplätzen für die nächsten Jahre gut gerüstet, hieß es in einer Aussendung. Bereits im Herbst 2008 habe man sich auf ein erstes Kurzarbeit-Paket geeinigt. Nachdem sich die Auftragslage nun noch weiter verschlechtert habe, seien diese zusätzliche Maßnahmen unausweichlich, um den Standort trotz der Krise für die Zukunft abzusichern.

Der starke Rückgang der Pkw-Zulassungen habe dazu geführt, dass derzeit mehr als ein Viertel der europäischen Autotransporterflotte stillgelegt sei. Da daher auch keine neuen Investitionen getätigt würden, kämpfe Kässbohrer derzeit mit einem Auftragsrückgang von 90 Prozent. "Wenn sich im ersten Halbjahr 2010 der Pkw-Absatz wieder positiv entwickelt, wird auch die Nachfrage nach Autotransportern wieder anziehen", zeigte sich Geschäftsführer Günther Percht von der Kässbohrer Transport Technik optimistisch. Das Unternehmen hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 163 Mio. Euro erwirtschaftet. (APA)

 

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