Studie: Emotionale Wirkung von Musik ist überall gleich

19. März 2009, 19:02
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Leipziger Forscher: Musik wird ähnlich universal erkannt wie etwa die Bedeutung menschlicher Gesichtsausdrücke

Frankfurt/Main - Grundlegende Gefühle, die mit der Sprache der Musik ausgedrückt werden, treffen überall auf das gleiche Verständnis. Selbst Menschen, die vorher noch nie westliche Musik gehört haben, können recht zuverlässig einschätzen, ob ein Lied eher fröhlich, traurig oder ängstlich ist. Dies zeigt eine Studie des Leipziger Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften.

Während Gefühle in westlichen Liedern eine wichtige Rolle spielen, erfüllt Musik in anderen Weltregionen mitunter andere Funktionen, etwa im Rahmen von Ritualen zur Koordination von Gruppen. Um herauszufinden, ob auch Menschen aus anderen Kulturen die grundlegenden Gefühle in westlicher Musik erkennen, reiste der Max-Planck-Forscher Thomas Fritz nach Kamerun in den Norden der Mandara-Berge zu den Mafa.

Wien Gesichtsausdrücke

Dort spielte er 21 Mitgliedern der Gruppe von seinem Solarzellen-betriebenen Laptop verschiedene westliche Pianostücke vor. 19 Teilnehmer konnten relativ zuverlässig einschätzen, ob die Stücke fröhlich, traurig oder ängstlich waren. Ihre Antworten lagen zum Teil weit über dem statistisch zu erwartenden Zufallsergebnis. Damit würden grundlegende Gefühle in der Musik ähnlich universal erkannt wie etwa die Bedeutung menschlicher Gesichtsausdrücke, schreiben die Forscher im Fachblatt Current Biology. (APA/red)

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    Musik ist eine universale Sprache, wie die Studie der Leipziger Wissenschafter zeigte.

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