USA wollen 400.000 afghanische Soldaten und Polizisten

21. März 2009, 18:16
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Aufstockung der Sicherheitskräfte soll zehn bis zwanzig Milliarden Dollar kosten

Washington/Kabul - US-Präsident Barack Obama will in Afghanistan offenbar die Zahl der einheimischen Sicherheitskräfte mehr als verdoppeln. Die Zahl der afghanischen Soldaten und Polizisten solle auf 400.000 erhöht werden, berichtete die New York Times am Donnerstag unter Berufung auf US-Regierungskreise.

Die Kosten für die Aufstockung der afghanischen Sicherheitskräfte, die Obama noch offiziell billigen muss, werden dem Zeitungsbericht zufolge auf zehn bis zwanzig Milliarden Dollar (rund 7,5 bis 15 Milliarden Euro) in den kommenden sechs bis sieben Jahren geschätzt. Derzeit hat die afghanische Armee rund 90.000 Soldaten, die Polizei zählt 80.000 Beamte. Obama hat die Stabilisierung Afghanistans zu einem seiner wichtigsten außen- und sicherheitspolitischen Ziele erklärt.

Ein amerikanischer Regierungsvertreter erklärte, die USA würden voraussichtlich hunderte zivile Mitarbeiter nach Afghanistan versetzen. Darunter solle auch US-Diplomat Peter Galbraith sein, der dem führenden UN-Vertreter vor Ort zur Seite gestellt würde.
Afghanen fühlen sich unsicher

Einer Studie mehrerer Hilfsorganisationen zufolge fühlen sich immer weniger Afghanen in ihrem Land noch sicher. Rund 63 Prozent schätzen die Sicherheitslage in ihrer Nachbarschaft schlechter ein als noch vor fünf Jahren. Bei einem Bombenanschlag im Süden Afghanistans wurde ein Parlamentsabgeordneter getötet, der als Talibankritiker aufgetreten war. (AFP, AP/DER STANDARD, Printausgabe, 20.3.2009)

 

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