Britisches Magazin warnt vor Österreichs Rechtsextremisten

18. März 2009, 13:40
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Österreich sei zum "weltweiten Fokus der Neonazis" geworden - "Hakenkreuzfahnen könnten bald wieder auf Österreichs Straßen wehen"

Vor einem Vormarsch der Neonazis warnt „Live", ein Magazin der britischen „Daily Mail", in seiner aktuellen Ausgabe: Rechtsextremisten würden vermehrt in hohe Funktionen gelangen, mahnt Journalist Billy Briggs in seinem Artikel „The far right is on the march again: the rise of fascism in Austria".

"Schulter an Schulter mit Nazi-Sympathisanten"

Im Artikel zeichnet Briggs die engen Verbindungen zwischen FPÖ und rechtsextremen Burschenschaften nach: „Unglaublich ist, dass hier österreichische Politiker mit extremen Nazi-Sympathisanten Schulter an Schulter stehen", erzählt Briggs von einer Kranzniederlegung am Grab des Kampffliegers Walter Nowotny, der für das Hitlerregime 258 Flugzeuge abgeschossen hat.
Österreich sei zum „Fokus für Neonazis aus aller Welt" geworden. Sollte die FPÖ an die Regierung kommen, sei es „absolut möglich", dass das NS-Wiederbetätigungsgesetz abgeschafft wird -„und wenn das passiert, könnten Hakenkreuze wieder in Österreichs Straßen zu sehen sein".

"Schaudere beim Gedanken, als Moslem in Österreich zu leben"

Während die Gratiszeitung „Heute" in ihrer Mittwochsausgabe von „Vernaderung" und „Nazi-Keule" spricht, legt Briggs im derStandard.at-Gespräch noch ein Schäuferl nach: „Ich schaudere beim Gedanken, als Moslem in Österreich zu leben", so Briggs. Österreichs Neonazis hätten ihre Lektion aus der Vergangenheit gelernt - und zwar insofern, als sie nun im Hintergrund blieben, während „respektable" Rechtsparteien stellvertretend für sie breiten Rückhalt in der Gesellschaft gewinnen. Das sei kein rein österreichisches Problem, meint Briggs: „Die Alarmglocken sollten in ganz Europa schrillen." (Maria Sterkl, derStandard.at, 18.3.2009)

 

  • "Rechtsextreme wieder im Vormarsch": "Live"-Artikel
    screenshot: dailymail

    "Rechtsextreme wieder im Vormarsch": "Live"-Artikel

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