Werbung, die zum User passt

15. März 2009, 16:39
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Google startet "Interest Based Ads" auf YouTube und im Google-Content-Netzwerk - Der "Ads Preferences Manager" ermöglicht es, Einstellungen selber anzupassen oder auf Service zu verzichten

Google startete kürzlich eine Beta-Version so genannter "Interest Based Ads" auf YouTube und im Google-Content-Netzwerk. Diese "interessenbasierten Anzeigen" sollen es Werbetreibenden erleichtern, den UserInnen schon beim Surfen im Internet die passenden Botschaften und Angebote anzuzeigen und gezielter mit den KonsumentInnen in Kontakt zu treten. Die Basis dafür bilden die bereits getätigten Webseitenaufrufe.

Wie "Interest Based Ads" funktionieren

Nutzern, die kürzlich die Webseite eines Werbetreibenden aufgerufen haben, wird beim Aufruf von Seiten des Google Content-Netzwerks und auf YouTube eine entsprechende Anzeige angezeigt. Wenn sich beispielsweise ein Nutzer im August auf einer Sportbekleidungs-Webseite ein Fußball-Trikot angesehen hat, könnte der Webseitenbetreiber den Nutzer im Dezember mit einer Anzeige auf anderen Webseiten auf besondere Angebote hinweisen, zum Beispiel auf seinen Winterschlussverkauf.

Nutzer, die auf Webseiten des Google Content-Netzwerks oder auf YouTube waren, bekommen in der Folge Werbung basierend auf ihren thematischen Interessen angezeigt. Wenn z.B. ein Nutzer einen großen Teil seiner Online-Zeit damit verbringt, sich Auto-Videos auf YouTube und Autotest-Webseiten im Google-Content-Netzwerk anzusehen, wird er von dem neuen System als Autoliebhaber eingestuft. Entsprechend werden im Google Content-Netzwerk sowie auf YouTube für diesen Nutzer vermehrt Kfz-bezogene Werbeanzeigen eingeblendet.

Shuman Ghosemajumder von Google erklärt wie die "Interest Based Ads" funktionieren.

"Ads Preferences Manager"

Verbunden mit dem Start von "Interest Based Ads" wird auch ein "Ads Preferences Manager" gelauncht. Damit können UserInnen ihre Interessenkategorien einsehen, selber anpassen und auch entfernen, zu erreichen ist dieser "Manager für Anzeigen-Einstellungen" unter google.com/ads/preferences.

"Wir sind der Auffassung, dass Werbeanzeigen eine nützliche Informationsquelle darstellen, die Nutzer mit Produkten, Dienstleistungen und Ideen verbinden, für die sie sich interessieren. Indem wir die Relevanz von Anzeigen erhöhen und die Verbindung zwischen Werbetreibenden und unseren Nutzern verbessern, profitieren beide Seiten gleichermaßen.", meint Stefan Tweraser, Country Sales Director von Google Deutschland.

"Bessere und relevantere Online-Werbung"

Tewaser: "Wir gehen davon aus, dass wir im Laufe der Zeit die Fähigkeit ausbauen, relevante Werbung zum passenden Zeitpunkt beim richtigen Nutzer zu platzieren, indem wir die Interessenkategorien mithilfe unserer Nutzer und Partner des Google Content-Werbenetzwerkes sukzessive auf- und ausbauen. Durch Interest Based Ads erhalten unsere Nutzer bessere und relevantere Online-Werbung".

Wahl- und Steuerungsmöglichkeiten

Werbetreibenden würden dadurch neue Möglichkeiten eröffnet, ihre Markenbotschaften zu kommunizieren und Produkte anzubieten. "Partner im Google Content-Werbenetzwerk können mit ihren Online-Inhalten den Umsatz steigern. Wir sind davon überzeugt, dass bessere Werbung für alle Beteiligten von Vorteil ist - insbesondere weil der neue Ads Preferences Manager unseren Nutzern ein Plus an Transparenz, Wahl- und Steuerungsmöglichkeiten hinsichtlich der Werbeeinblendungen bietet", so Tewaser. (ae, derStandard.at)

Hintergrund
Alle Webseitenbetreiber, die Partner des Google Content-Netzwerks sind, haben bis zum 8. April 2009 Zeit, ihre Datenschutzerklärungen anzupassen und ihre Nutzer darüber zu informieren, dass ihnen bei einem Besuch dieser Webseiten Interest Based Ads angezeigt werden könnte.

Ab Anfang April wird werden Werbetreibende in den USA und Europa im Rahmen eines Beta-Tests Versuche mit Interest Based Ads im Google Content-Netzwerk und auf YouTube starten. Die Beta-Tests werden im Laufe der folgenden Monate auf weitere Werbetreibende in den USA, Europa, dem Mittleren Osten und Afrika ausgeweitet. Google plant, bis zum Ende des Jahres allen Werbetreibenden die Möglichkeit zur Schaltung von Interest Based Ads über das AdWords-System zu ermöglichen.

  • "Interessenbasierte Anzeigen" sollen die passenden Werbebostschaften an UserInnen liefern. Basis dafür sind die getätigten Webseitenaufrufe.
    foto: youtube

    "Interessenbasierte Anzeigen" sollen die passenden Werbebostschaften an UserInnen liefern. Basis dafür sind die getätigten Webseitenaufrufe.

  • Wenn ein Nutzer zum Beispiel gerne reist und viele Tourismus-Webseiten besucht, wird er von Google mit Werbung zum Thema Reisen versorgt.
    foto: youtube

    Wenn ein Nutzer zum Beispiel gerne reist und viele Tourismus-Webseiten besucht, wird er von Google mit Werbung zum Thema Reisen versorgt.

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