Diabetes und die Folgen

15. März 2009, 18:37
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Krankheitsbild: In Österreich sind etwa 500.000 Menschen zuckerkrank, weltweit sind es 260 Millionen. 95 Prozent davon haben den Typ-2-Diabetes. Bei dieser Erkrankung produziert die Bauchspeicheldrüse zwar genug Insulin, um Kohlehydrate zu Energie verarbeiten zu können, im Körper wirkt das lebenswichtige Hormon aber nicht so, wie es sollte - häufig aufgrund von Fettleibigkeit. Dagegen hört die Bauchspeicheldrüse bei Typ-1-Diabetikern ganz auf, Insulin zu produzieren.

Therapie: Typ-1-Diabetiker brauchen sofort Insulin, Typ-2-Diabetiker nehmen Medikamente und sollten durch Bewegung und Gewichtsreduktion die Insulinwirksamkeit wiederherstellen. Beim Typ 1 hat sich die funktionelle Insulintherapie (FIT) durchgesetzt. Ein langsam wirksames Insulin, ein bis zweimal am Tag injiziert, wird durch ein schnell wirksames ergänzt, das vor jeder Mahlzeit mit Kohlehydraten gespritzt wird.

Folgeschäden: Schlecht behandelter Diabetes kann zu Nierenversagen, Erblindung, Herzinfarkt, Fußamputation führen. Zu niedrige Werte haben Schweißausbrüche oder Ohnmacht zur Folge.

Programm: Um die Vielzahl der Diabetiker von überfüllten Ambulanzen zu niedergelassenen Ärzten zu bringen, wurde das Disease-Management-Programm "Therapie aktiv" gestartet, das derzeit langsam anläuft: Allgemeinmediziner mit Zusatzqualifikation betreuen Zuckerkranke. Das Programm wird von Patienten noch nicht so angenommen wie von Kassen und Spitalbetreibern erhofft. (pi)

 

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