Mobile Dialyse

13. März 2009, 13:27
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Nierenersatztherapie über das Bauchfell zu Hause erhöht die Lebensqualität nierenkranker Menschen

St. Pölten - Im Landesklinikum St. Pölten kam 1977 kam erste Hämodialyse zur Anwendung, Mitte der achtziger Jahre hat sichdie Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse) etabliert, die seit November 2007 bei Schwerkranken und gebrechlichen PatientInnenauch zu Hause durchgeführt wird.

Mehr Peritonealdialysen geplant

"Dieses Pilotprojekt der mobilen Dialyse bedeutet für unsere Patientinnen und Patienten eine enorme Verbesserung der Lebensqualität. Durch den Einsatz eines interdisziplinären Teams im Landesklinikum St. Pölten ist es möglich, die Patientinnen und Patienten hochqualitativ und medizinisch-ethisch hervorragend zu betreuen", sagte Landeshauptmannstellvertreter Wolfgang Sobotka anlässlich des gestrigen 4. Weltnierentags. Das Bestreben gehe dahin, den Anteil der Peritonealdialyse gegenüber der Hämodialyse zu erhöhen; bis 2015 solle die Anwendung der Peritonealdialyse auf 25 Prozent gesteigert werden, so Sobotka.

Patientenorientierte Lösung

Die Fachkräfte des "Homecare"-Dialyseteams besuchen die PatientInnen nachmittags an ihrem Wohnort, übernehmen die Vorbereitung und den Start des Gerätes. In den folgenden Stunden läuft die automatisierte Peritonealdialyse-Behandlung ab. Am nächsten Morgen kommt die Dialysepflegekraft wieder, schließt den jeweiligen Patienten vom Gerät ab und überprüft den Erfolg der Behandlung. Das Team hat mittlerweile mehr als 1.000 Behandlungen durchgeführt. Die Erfahrungen zeigen, dass durch ein dichtes Netzwerk - bestehend aus Dialysepflegkräften, NephrologInnen, HausärztInnen, Pflegeheimpersonal, mobiler Hauskrankenpflege und Angehörigen - eine patientenorientierte Lösung gefunden wurde, um schwerkranken Menschen eine Nierenersatztherapie in zumutbarer Form zukommen zu lassen.

Derzeit unterziehen sich in Österreich etwa 8.000 Menschen einem der Therapieverfahren, wobei die Anzahl der nierentransplantierten PatientInnen etwa gleich groß ist wie jene der DialysepatientInnen. (red)

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