"Sensai" in der Salzburger Residenzgalerie

12. März 2009, 15:15
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Vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart: 80 Arbeiten über "Weiß und die Reinheit in der japanischen Kunst"

Salzburg - "Sensai - Weiß und die Reinheit der Form in der japanischen Kunst" heißt eine am Donnerstag eröffnete Ausstellung in der Salzburger Residenzgalerie. Zu sehen sind insgesamt 80 Kunstwerke vom späten 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart aus den Japansammlungen des Museums für angewandte Kunst, der Neuen Galerie Graz, dem Linzer Landesmuseum sowie einer Reihe von deutschen Privatsammlungen. Die Salzburger Residenzgalerie versteht diese Ausstellung als Beitrag zum offiziellen Österreich-Japan-Jahr, in dem 140 Jahre diplomatische Beziehungen begangen werden.

Inhaltlich spannt "Sensai" der Bogen von den Ukiyo-e-Großmeistern wie Katsushika Hokusai und Ando Hiroshige bis zur aktuellen Gegenwartskunst - überwiegend von japanischen Künstlern, die in Europa leben. Zu den profanen und detailgenauen Alltags- und Landschaftsbildern des Ukiyo-e kommen verschiedenartige, fast skulpturale Arbeiten mit dem traditionellen japanischen Reis-Papier bis hin zu den "Mangas". Auch der sogenannte Japonismus ist vertreten, mit Werken, in denen Wiener Sezessionisten wie Marie Mautner-Kalbeck, Helene Thaussig, Gustav Klimt, Dagobert Peche, Alfred Kubin oder Hermann Freudlsperger auf den japanischen Einfluss in der europäischen Kunst reagiert haben.

In Zusammenarbeit mit der Stiftung Mozarteum, die den Japan-Teil der laufenden Salzburg Biennale organisiert, zeigt die Residenzgalerie die Ergebnisse eines mehrmonatigen Schulprojektes zum Thema Japan. Über hundert Schüler haben Comics gezeichnet, Paravants und Lampenschirme aus Reispapier gebastelt, Papierfalt-Objekte und Kalligraphien zur Musik des Biennale-Komponisten Toshio Hosokawa kreiert sowie Videos und Videoclips gedreht. Auch diese Arbeiten sind zentraler Teil von "Sensai". Die Ausstellung läuft wegen der Lichtempfindlichkeit der Exponate nur bis zum 26. April. Ergänzend zum Besuch der Ausstellung werden Konzerte japanischer Musik, Führungen für alle Altersgruppen sowie Workshops zum Thema Mangas, Papierfalten und Schrift-Zeichnen geboten. (APA)

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    'Sehnsucht nach Heimat, Hagoromo-Boukyou' von Kyoko Asaniya-Baier

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