Bewaffneter Überfall auf Juwelier

12. März 2009, 10:49
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Duo schoss auf Verkäufer auf Geschäftsbesitzer - Mann ist leicht verletzt

Wien - Dank seiner heftigen Abwehrversuche hat ein Wiener Juwelier-Verkäufer am Donnerstagvormittag zwei bewaffnete Räuber in die Flucht geschlagen. Die 20- bis 25-jährigen Männer feuerten - vermutlich aus einer Gaspistole - auf den Mann. Der 43-jährige Türke ließ sich davon nicht einschüchtern und verwickelte die Kriminellen in ein Handgemenge. Das Duo zog schließlich ohne Beute ab.

Der Angestellte erlitt leichte Verletzungen: das Reizgas rief eine Rötung am Auge hervor, durch die Rauferei trug der Mann außerdem Kratzer an Arm, Bein und Schulter davon, so eine Polizeisprecherin. Der 43-Jährige wurde von der Rettung behandelt, musste aber nicht ins Spital gebracht werden.

Mit vors Gesicht gebundenen Tüchern betraten die Kriminellen gegen 9.15 Uhr das Schmuckgeschäft in der Reinprechtsdorfer Straße in Margareten. Sie drängten den Verkäufer in die Küche neben dem Verkaufsraum, dort setzte sich der Mann zur Wehr. Nachdem das Duo geflüchtet war, rettete sich der 43-Jährige zur benachbarten Trafik und verständigte die Polizei.

Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei der Waffe der Angreifer eher um eine Gaspistole und nicht um eine scharfe Schusswaffe handelte. Der Juwelier-Mitarbeiter habe zwar von einem lauten Knall berichtete, so die Polizei. Projektil wurde allerdings keines gefunden, auch die Rötung im Gesicht des Opfers spricht für Reizgas.

Ob der missglückte Überfall mit anderen Delikten dieser Art in Zusammenhang steht, die in den vergangenen Monaten in Wien verübt worden waren, war am Donnerstag noch Gegenstand von Ermittlung. Laut Beschreibung des Juweliers waren die beiden Verdächtigen dünn, schlank und etwa 1,75 Meter groß. Sie trugen dunkle Kleidung und Kappen, die Maskierung bestand aus einem weißen und einem dunklen Tuch. (APA)

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