Gegen Mobbing

11. März 2009, 17:16
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Was Betroffene und Führungskräfte gegen Mobbing tun können

Was können Betroffene gegen Mobbing tun? (Kolodej 2005)


- Schreiten Sie rechtzeitig ein, wenn sich ein Konflikt entwickelt. Warten Sie nicht zu lange ab und versuchen Sie, ein klärendes Gespräch zu führen.

- Suchen Sie Bündnispartner und pflegen Sie Ihr soziales Netz.

- Klären Sie für sich, ob sich ein Kampf für Sie lohnt.

- Nehmen Sie Hilfe in Anspruch (Freunde, Betriebsrat, Arzt, Psychologe).

- Klären Sie rechtliche Schritte ab.

- Tun Sie alles, was in Ihrer Macht steht, um nicht in Isolation zu geraten. Nehmen Sie bei Ihren ArbeitskollegInnen die unterschiedliche Konfliktbeteiligung wahr.

- Verhindern Sie, dass Sie sich selbst durch Kurzschlussreaktionen, wie das Setzen unbedachter Schritte oder die Unterzeichnung einer voreiliger Kündigung, schaden.

- Stärken Sie Ihre Eigenkompetenzen! Mobbing zielt drauf ab, Sie in Frage zu stellen. Was stärkt, ist gut!

- Achten Sie verstärkt auf Ihre Gesundheit und sorgen Sie für Erholung und Entspannung.

- Denken Sie darüber nach, ob es einen eigenen Anteil am Geschehen gibt.


Was können Führungskräfte gezielt gegen Mobbing tun? (Kolodej 2005)


- Demokratischen Führungsstil pflegen

- Ein Betriebsklima thematisieren und pflegen, das die gegenseitige Unterstützung wertschätzt und in dem Intrigen als unsozial und unerwünscht gelten

- Zuständigkeiten klar regeln

- Abteilungsinterne Entscheidungsprozesse transparent machen

- Für größere Handlungs- und Entscheidungsspielräume der MitarbeiterInnen sorgen

- Die Unternehmensziele transparent machen (bessere Kollegialität, wenn alle an einem Strang ziehen)

- MitarbeiterInnen Identifikationsmöglichkeiten bieten (klare Ziele/ Kompetenzen, Anerkennung der Leistung)

- Regelmäßige Besprechungen in der Arbeitsgruppe/Abteilung abhalten

- Die Aufmerksamkeit auf mögliche Störungen im eigenen Verantwortungsbereich und auf Verhaltensänderungen einzelner MitarbeiterInnen richten

- Konflikte offenlegen, um sie zu lösen (Konfliktbereitschaft signalisieren)

- Eine Konfliktkultur entwickeln (alle Beteiligten sollen ihre Kritik verbalisieren, ohne andere weiter zu verletzen)

- Ein Problembewusstsein schaffen und Handlungsbereitschaft signalisieren (Seminare und Schulungen, Reflexion der eigenen Haltung) (Quelle: Christa Kolodej*)

Zur Person*

Christa Kolodej ist Arbeits-, Wirtschafts- und Organisationspsychologin

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