Kurzarbeit für 1.400 Infineon-Mitarbeiter 2 - Ab 1. April

11. März 2009, 11:49
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Sparpaket seit Sommer - 10.000 Kurzarbeiter in Deutschland

Der deutsche Chipkonzern Infineon startet mit der Kurzarbeit in Österreich ab 1. April 2009. Nach dem Abschluss der Betriebsvereinbarung mit dem Zentralbetriebsrat sei am Dienstag das Begehren zur Kurzarbeit finalisiert und beim Arbeitsmarktservice eingebracht worden, hieß es am Mittwoch einer Aussendung. Der Vorstand sieht darin einen "wichtigen Schritt" zur Bewältigung der aktuellen Marktlage und zur Absicherung der Stellen in Österreich.

"Kurzarbeitsäquivalente Maßnahmen"

Die Reduktion der Arbeitszeit werde durchschnittlich 20 Prozent betragen. Für die Tochtergesellschaften Infineon Technologies IT-Services GmbH in Klagenfurt und die DICE GmbH & Co KG in Linz werden "kurzarbeitsäquivalente Maßnahmen" eingeführt. Gleiches gelte für die noch verbliebenen Zeitarbeitskräfte und die nicht von der Kurzarbeit betroffenen Mitarbeiter in Villach und Graz.

Die Entscheidung zur Kurzarbeit schließe an ein Bündel von Maßnahmen an, die Infineon Austria angesichts der Halbleiter- und weltweiten Wirtschaftskrise getroffen hat. Bereits im Sommer 2008 wurde weltweit ein "Kostenoptimierungsprogramm" eingeführt. In Zuge dessen wurde der Personalstand reduziert, die Kosten bei Prozessabläufen oder im Einkauf gesenkt sowie Urlaube und Zeitsalden abgebaut. Das Angebot von Infineon Austria zur einvernehmlichen Auflösung des Arbeitsverhältnisses wurde nach Unternehmensangaben von rund 300 Mitarbeitern angenommen.

Krise

Angesichts der Krise schickte Infineon bereits Anfang Jänner beziehungsweise Februar Mitarbeiter an den deutschen Standorten Regensburg und Dresden in Kurzarbeit, in Warstein wird seit 1. März weniger gearbeitet. In München kommt die Kurzarbeit ab 1. April. An den deutschen Standorten sind insgesamt rund 10.000 Mitarbeiter von der Kurzarbeit betroffen.

Weltweit beschäftigt der Chipkonzern rund 27.000 Mitarbeiter - davon 2.600 in Österreich an den Standorten in Villach, Graz, Klagenfurt und Linz. (APA)

 

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