Korruptionsverfahren gegen fast 400 Beamte eingeleitet

10. März 2009, 13:41
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Kampf gegen Korruption - Besonders Mitarbeiter von Bauamt unter Verdacht

Athen - Im Kampf gegen Korruption haben die Behörden in Griechenland Verfahren gegen fast 400 Beamte eingeleitet. Zu den Verdächtigen gehörten 350 Mitarbeiter des Bauamtes sowie vier Mitarbeiter der Steuerbehörde, sagte der Chef der Aufsichtsbehörde, Leandros Rakintzis, am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP in Athen.

Die Verdächtigen hätten keine ausreichenden Angaben zu ihren Einkünften gemacht, wie es ein Anti-Korruptionsgesetz von rund 6500 Beamten im Land abverlangt. Gegen 30 weitere Beamte werde wegen Bestechlichkeit ermittelt, nachdem bei der Überprüfung ihrer Konten Einkünfte und Guthaben in nicht durch ihr Gehalt erklärbarer Höhe festgestellt worden seien.

Die Korruption in Griechenland hatte im vergangenen Jahr zugenommen. Laut einer Untersuchung der Organisation Transparency International wurden von gut einem Viertel der Menschen im Land schon einmal Bestechungsgelder verlangt. Insbesondere in Krankenhäusern, beim Bauamt und bei der Steuerbehörde ist das Schmieren von Beamten demnach üblich. Das Gesetz, das von Beamten die Offenlegung ihrer Einkünfte gegenüber der Prüfbehörde verlangt, war bereits 2002 verabschiedet worden. Es wurde aber erst nach einer Überarbeitung im Jahr 2007 tatsächlich angewendet. (APA/AFP)

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