Milliardär Munib al-Masri als neuer Premier im Gespräch

8. März 2009, 16:04
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In Jordanien lebender Geschäftsmann wäre überparteilicher Konsenskandidat

Ramallah/Gaza - Als Anwärter auf das Amt des Ministerpräsidenten einer neuen Einheitsregierung gilt nach jüngsten palästinensischen Medienberichten der aus Nablus stammende und in Jordanien lebende Milliardär Munib al-Masri. Der angesehene Geschäftsmann und Gründer der palästinensischen Börse "Palestine Securities Exchange" (PSE) ist sowohl bei der Fatah von Präsident Mahmoud Abbas als auch bei der Hamas beliebt. Er gilt als vertrauenswürdiger und überparteilicher Kämpfer für die palästinensische Sache, der auch aus westlicher Sicht akzeptabel wäre.

Als weiterer Premier-Kandidat wird Jamal al-Khoudari genannt, Vorsitzender des "Volkskomitees gegen die Besatzung des Gazastreifens", der der Hamas nahesteht. Der zurückgetretene Ministerpräsident Salam Fayyad war der Hamas, die seine Einsetzung durch Abbas 2007 als illegal betrachtet, ein Dorn im Auge. Doch auch in der Fatah hat Fayyad, Gründer der kleinen Partei "Dritter Weg", viele Gegner. In einer Petition forderten diese Abbas zuletzt dazu auf, Fayyad zu entlassen und einen Ministerpräsidenten aus den Rängen der Fatah zu ernennen. Hamas und Fatah wollen von Dienstag an in Kairo über die Bildung einer Einheitsregierung verhandeln. (APA/dpa/AFP)

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