"Top Hardware, Akkulaufzeit fernab der Versprechungen"

5. März 2009, 11:17
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Techblogs haben Apples Flaggschiff einer Analyse unterzogen

Einziges Highlight auf der vergangen und letzten MacWorld Expo war die Vorstellung des längst überfälligen MacBook Pros mit 17 Zoll Bildschirmdiagonale. Apples Flaggschiff richtet sich mit einem 2,66 GHz schnellen Dual-Core-Prozessor, 4 GB RAM und gleich zwei Grafikkarten mit 512 MB Speicher in der Mindestkonfiguration und einem Startpreis von knapp 2.500 Euro klar an Profianwender.

Die Techblogs Gizmodo und Engadget haben sich das 3 Kilogramm schwere Gerät im stabilen Alu-Unibody-Design in der Maximal-Ausstattung (3 GHz, 8 GB, 256 GB SSD, fast 5.000 US-Dollar) genauer angesehen:

Leistung und Display

Innerlich unterscheiden sich die MacBook Pros mit 15 Zoll und 17 Zoll kaum. Demnach wird der Leistungsunterschied erst sichtbar, wenn man das größere Modell mit der bestmöglichen und teuersten Ausstattung versieht. Die Hardware eigne sich besonders zum Arbeiten mit Film- und Bilddateien. Für aufwändige 3D-Programme sollte die zweite Grafikkarte (Nvidia GeForce 9600M GT mit 512MB) hinzugeschaltet werden. Wer sich das Upgrade auf eine Solid State-Festplatte (SSD) leistet, kann sich im Vergleich zur Standard-Festplatte über den deutlichsten Geschwindigkeitszuwachs freuen. Das Upgrade bei Apple schlägt bei der 128 GB SSD allerdings mit 280 Euro, bei der 256 GB SSD mit 700 Euro zu Buche.

Der klare Vorteil liegt den Tests nach beim 17-Zoll-Display. Dieses weise sichtbar höhere Kontraste und schönere Farben auf. Der Aufschlag von 45 Euro für die entspiegelte Fassung sollte aber in jedem Fall eingerechnet werden.

Akku

Apple verspricht durch eine "revolutionäre Technologie" deutlich längere Akkulaufzeiten als bei bisherigen Notebooks. Bis zu 8 bzw. 7 Stunden mit zweiter Grafikkarte soll man kabellos arbeiten können. Um das Optimum herauszuholen hat man den Akku sogar fest verbauen müssen. Ein manueller Austausch ist nicht mehr möglich. 

Doch die Realität trübt das Bild. Nicht nur kostet der Wechsel bei Apple 179 Euro und bedingt das Notebook einzuschicken, sondern auch die versprochenen Laufzeiten scheinen nicht erfüllt zu werden. Gizmodo kam bei minimalen Anforderungen - WLAN, Bluetooth abgeschaltet, Helligkeit auf 50 Prozent - beim Schauen einer MPEG4-Filmdatei auf gerade einmal 4 Stunden 39 Minuten. Bei Volllast erzielte man 3 Stunden 57 Minuten. Engadget kam zu ähnlichen Ergebnissen. Beide Blogs merken allerdings an, dass dies immer noch besser ist, als bei vielen vergleichbaren Produkten.

Gut verarbeitet

Der Konsens der Tester: Wer sich die Anschaffung leisten kann und einen Highend-Laptop braucht, erhält mit dem MacBook Pro 17 Zoll ein perfekt verarbeitetes Gerät, dass hohen Anforderungen gewachsen ist. Gizomodo moniert die geringer als versprochene Akkulaufzeit und lobt das Diplay. Engadget stellt sich hingegen die Frage, weshalb Apple nicht auch ein entspiegeltes Display für kleinere MacBooks anbieten kann. Da hinke man der Konkurrenz hinterher.  (zw)

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    Desktop-Ersatz ab 2.500 Euro.

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