Krise bremst rumänische Wirtschaft aus

4. März 2009, 14:03
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Bukarest - Die globale Wirtschaftskrise hat das rasante Wachstum in Rumänien kräftig gebremst. Ein Einbruch von Konsum und Industrie drückte die Wachstumsrate nach amtlichen Angaben vom Mittwoch am Ende 2008 auf 2,9 Prozent. Zwischen Juli und September hatte die Wirtschaftsleistung noch mehr als neun Prozent über dem Vorjahr gelegen. Das Land verhandelt bereits mit der EU und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über ein Rettungspaket, um Außenhandelsdefizit und Staatsausgaben zu finanzieren.

Die Wirtschaft dürfte in Rumänien zwar im Gesamtjahr 2008 mit gut sieben Prozent schneller gewachsen sein als in allen anderen EU-Ländern. Viele Experten gehen jedoch davon aus, dass sie in diesem Jahr schrumpfen wird. Die rumänische Industrie produziert vor allem für die Euro-Zone - in der Rezession bleiben nun die Aufträge von dort aus.

Auch in den anderen Ländern Osteuropas breitet sich die Wirtschaftskrise rasant aus. Die ungarische Zentralbank etwa geht davon aus, dass die Wirtschaft des Landes in diesem Jahr um 3,5 Prozent schrumpfen wird, nachdem sie bereits am Jahresende um zwei Prozent nachgegeben hatte. Der ungarische Forint fiel am Mittwoch angesichts des düsteren Ausblicks auf ein neues Rekordtief.

Auch andere Währungen der Region haben in jüngster Zeit eine rasante Talfahrt hingelegt. Dies bereitet den Ländern angesichts ihrer hohen Verschuldung in Auslandswährungen arge Probleme. Zudem können die Notenbanken der Region die Wirtschaft kaum mit Zinssenkungen ankurbeln, da angesichts des Wertverfalls der Währungen Inflation droht. (APA/Reuters)

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