Kölner Stadtarchiv und mehrere Gebäude eingestürzt

3. März 2009, 18:12
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Suche mit Spürhunden - Weitere Einsturzgefahr für das Stadtarchiv

Köln - In Köln hat am Dienstag der Einsturz des Historischen Stadtarchivs und benachbarter Gebäude einen Teil  einer Straße in ein Trümmerfeld verwandelt. Über 200 Feuerwehrleute schwärmten zur Unglücksstelle.

Neun Menschen werden als vermisst gemeldet, berichte der Direktor der Kölner Berufsfeuerwehr, Stephan Neuhoff. Mit Spürhunden wurde am Nachmittag nach einem vermissten Ehepaar gesucht. Auch in einer Spielhalle befanden sich mehrere Menschen.

Das Unglück habe sich bereits durch Geräusche angekündigt, berichtete die Feuerwehr. Mitarbeiter, Besucher des Archivs und Nachbarn hätten teilweise noch rechtzeitig fliehen können. Die mehrgeschoßigen Häuser sind dann auf einer etwa 30 Meter breiten Front eingebrochen. Die Trümmer stürzten auf die Straße und eine U-Bahn-Baustelle.

Ob die Bauarbeiten für die U-Bahn Ursache für den Einsturz gewesen sind, ist noch unklar. In der Vergangenheit sind bereits Risse in den Gebäuden entdeckt worden. Statiker suchen nach der Ursache des Unglücks.

In der Kölner Südstadt bot sich am Nachmittag ein Bild der Zerstörung. Trümmer der Gebäude versperrten die Straße. Ein Wohnhaus neben dem Archiv wurde bis zum Dachboden aufgerissen, Teile von Wohnungen wurden sichtbar. Waschbecken hingen in der Luft, Kühlschränke und Kücheneinrichtungen lagen im Freien. Nachbarn und Schaulustige starrten entsetzt auf die Unglücksstelle, in deren Nähe auch eine Schule liegt.

Es wird befürchtet, dass das Stadtarchiv weiter einsturzgefährdet sei. Statiker sind bei den Untersuchungen. Die Versorgungsleitungen für Wasser und Gas seien der Sicherheit wegen gesperrt worden. (APA)

 

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    Der schief stehenden Turm der St. Johann Babtist Kirche in Köln ist in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch vermutlich wegen Tunnelbauarbeiten unter der Kirche um etwa einen Meter gekippt

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