ARBÖ startet Kampagne gegen Riesen-Lkw

3. März 2009, 13:48
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Unterschriftensammlung gegen Gigaliner

Der ARBÖ hat diese Woche eine Kampagne gegen die Einführung von sogenannten Gigaliners begonnen, neuartige Riesen-Lkw, mit denen um 50 Prozent mehr Fracht transportiert werden kann. "Sollte sich die EU-Kommission für die Zulassung von 60-Tonnen-Lkw entscheiden, müssen alle EU-Staaten diese neuen Lkw-Monster auf ihre Autobahnen fahren lassen. Auch Österreich", warnte der geschäftsführende Vizepräsident des ARBÖ, Herbert Grundtner am Dienstag.

Die EU-Kommission wird dieses oder nächstes Jahr eine Richtlinie (96/53) revidieren, was eine Erhöhung des höchstzulässigen Maximalgewichts für Lkw von derzeit 40 auf dann 60 Tonnen ermöglichen würde. Derzeit wird das Problem von der Brüsseler Behörde noch studiert, die nächste Expertise soll Mitte 2009 - nach den EU-Wahlen - vorliegen.

ARBÖ: Gigaliner sei Sicherheitsrisiko

Schweden, das in der zweiten Jahreshälfte 2009 die EU-Präsidentschaft innehat, steht den Riesen-Lkw positiv gegenüber. In dem nordeuropäischen Land dürfen Lkw mit mehr als 40 Tonnen Gesamtgewicht schon jetzt fahren, weil es sich bei seinem EU-Beitritt eine solche Ausnahme beim höchstzulässigen Gesamtgewicht gesichert hat. In Schweden sind mit Volvo und Scania große Truck-Hersteller beheimatet. Vorteile der neuen Super-Lkw sind die niedrigeren Frachtkosten (bezogen auf die Menge).

Die Gigaliner stellten ein Sicherheitsrisiko dar, seien umweltschädlich und kämen den Steuerzahlern teuer zu stehen, argumentiert ARBÖ-Manager Gundtner dagegen: "Widerstand ist angesagt." Auf der ARBÖ-Homepage können sich Interessenten mit einem Voting gegen die ihre Zulassung aussprechen. (APA)

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