Märklin-Pleite kostet Investoren bis zu 61 Millionen Euro

3. März 2009, 11:10
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Frankfurt - Die Pleite des Modelleisenbahnherstellers Märklin kostet die beiden Investoren bis zu 61 Millionen Euro. Kingsbridge-Geschäftsführer Mathias Hink sagte dem "Handelsblatt" (Dienstagausgabe): "Goldman Sachs und wir haben zusammen 61 Millionen Euro investiert. Die müssen wir nun weitgehend abschreiben." Die Finanzinvestoren waren 2006 bei Märklin eingestiegen. Anfang Februar musste das Traditionsunternehmen aus Göppingen Insolvenz anmelden, nachdem die Banken Kredite nicht verlängern wollten. Die LBBW und die Kreissparkasse Göppingen hätten von den Investoren gefordert, noch einmal fünf Millionen Euro nachzuschießen, sagte Hink.

"Wir haben die Tiefe unterschätzt, mit der dieses Unternehmen saniert werden muss", räumte der Finanzinvestor ein. Märklin-Insolvenzverwalter Michael Pluta wirft Kingsbridge und Goldman Sachs vor, zu viel Geld für Berater ausgegeben zu haben. Hink sagte, die Analyse von Märklin sei zu optimistisch gewesen. Kingsbridge sei mit der Leistung der als Berater engagierten Firma Alix Partners, die 7,9 Millionen Euro kassiert habe, nicht zufrieden. "Der Zustand von Märklin im Jahr 2006 war viel schlechter, als er uns dargestellt wurde."

Alix Partners wehrte sich gegen die Vorwürfe. Erst der von Kingsbridge 2007 vollzogene Schwenk auf eine Wachstumsstrategie sei "ein wesentlicher Grund für das Scheitern" gewesen, hieß es in einer Mitteilung. Nach dem Ende der Tätigkeit von Alix seien bei Märklin drei Geschäftsführer und weitere Berater engagiert gewesen. (Reuters)

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