Gewerkschaft will vor Gericht ziehen

26. Februar 2009, 11:00
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Geschäftsführer: "Vorwürfe entbehren jeglicher Grundlage"

Linz  - Kündigungen beim Türenhersteller Dana mit Sitz in Spital am Pyhrn (Bezirk Kirchdorf) sorgen für Aufregung bei der Gewerkschaft Bau-Holz: Laut den Arbeitnehmervertreten sollen jene Beschäftigten ihren Job verlieren, die bei der letzten Betriebsratswahl auf der Liste von Betriebsrat Manfred Trinkl kandidierten oder vor Gericht für ihn aussagten. Die Gewerkschaft will nun wieder vor Gericht gehen. "Die Vorwürfe entbehren jeglicher Grundlage", betonte Dana-Geschäftsführer Helmut Klausner.

Die Firmenleitung lehne Kurzarbeit ab und lasse sogar Einarbeitungsstunden machen, so der Landessekretär der Gewerkschaft Bau-Holz, Stefan Meier. Der Konflikt zwischen Jeld-Wen, Eigentümer von Dana, und der Arbeitnehmervertretung gärt seit der Betriebsratswahl im April 2008. Um kritische Stimmen mundtot zu machen, sei neben dem amtierenden Team von Trinkl eine unternehmensnahe Liste ins Rennen gegangen, lautet der Vorwurf. Wegen zahlreicher Ungereimtheiten habe die Gewerkschaft man ein Gerichtsverfahren wegen Nichtigkeit der Wahl eingeleitet.

Die Kündigungen seien auf die Wirtschaftskrise zurückzuführen, wehrt sich Klausner. Von den insgesamt rund 480 Mitarbeitern seien 15 - der Großteil davon Leiharbeitskräfte - betroffen. Dana nutze die vom Arbeitsmarktservice empfohlene Freistellung mit Wiedereinstellungsgarantie, erklärte der Geschäftsführer. Im vergangenen Jahr sei das Unternehmen noch gewachsen. Die weitere Entwicklung lasse sich laut Klausner nur schwer abschätzen, da die Branche die Krise zeitverzögert spüre. (APA)

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