Wiener Ärztekammer segnet neuen Vertrag ab

25. Februar 2009, 10:47
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Steinhart: Hauptverband mit Ratifizierung am Zug - Nullrunde für Ärzteschaft 2008

Wien - Das offizielle Inkrafttreten des neuen Kassenvertrags zwischen Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) und der Ärztekammer rückt näher: Nachdem im vergangenen Dezember nach langen Verhandlungen die grundsätzliche Einigung erzielt worden war, wurde der Honorarvertrag von der Ärztekammer jetzt offiziell abgesegnet, wie Vizepräsident Johannes Steinhart am Mittwoch mitteilte. Nun sei der Hauptverband mit der Ratifizierung am Zug. WGKK-Obmann Franz Bittner hatte bereits im Dezember seine Unterschrift unter den Vertrag gesetzt.

Ärzte: "Sparpotenzial erreicht"

Mit der Einigung auf den Vertrag habe die niedergelassene Ärzteschaft ihren Beitrag zur Entschärfung der wirtschaftlichen Misere der WGKK geleistet, betonte Steinhart. Sparpotenzial sei "effektiv erreicht und umgesetzt" worden. So wird es für das Jahr 2008 eine Null-Lohnrunde für die Ärzteschaft ohne Tarifanhebung geben. Und die für 2009 vereinbarte durchschnittliche Tarifanhebungen für alle Fachrichtungen liegt bei 1,43 Prozent. Dabei ist die Tariferhöhung für die Allgemeinmediziner deutlich höher als für die Fachärzte ausgefallen. Der neue Vertrag läuft bis Ende 2009.

Für die Patienten würden in Zukunft neue Leistungen auf Kassenebene erhältlich sein, unterstrich Steinhart. Dazu zähle etwa die Beratung zur Raucherentwöhnung bei den Fachärzten für Lungenkrankheiten oder das Angebot der Allergologie bei den Fachärzten für Kinder- und Jugendheilkunde.

"Die Detailverhandlungen mit der WGKK sind konstruktiv verlaufen. Nun geht es darum, dass keine Zeit verschwendet wird und die Ergebnisse rasch umgesetzt werden", forderte der Vizepräsident der Wiener Ärztekammer. (APA)

 

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