Beide vermissten Tourengeher tot geborgen

24. Februar 2009, 18:30
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Schneebrett in Westendorf auf Piste niedergegangen - nach Verschütteten wird noch gesucht

nnsbruck - Zwei seit Dienstag bei Wattens im Tiroler Bezirk Innsbruck-Land vermisste Tourengeher konnten am Mittwoch nur noch tot geborgen werden.  Auch am Mittwoch gab es bereits einige Lawinenabgänge, in Westendorf ging ein Schneebrett auf eine gesicherte Piste ab, derzeit wird nach Verschütteten gesucht.

Männer wollten Wasserproben entnehmen

Die beiden Männer waren am Dienstag trotz Lawinenwarnungen im Kolsassgebiet unterwegs und wollten bei einem Kleinkraftwerk Wasserproben entnehmen. Beim Zusammenfluss von Weerbach und Nafingbach wurde in einer Höhe von 1.516 Metern ein Lawinenkegel entdeckt. Eine erste Suche am Dienstagabend war negativ verlaufen, erst am Mittwoch wurden die beiden Tiroler gefunden. Laut Polizei handelt es sich um einen 36-Jährigen aus dem Bezirk Innsbruck-Land und einen 49-Jährigen aus dem Bezirk Schwaz. Die beiden Leichen wurden von einem Hubschrauber ins Tal geflogen.

Mehrere Verschüttete am Mittwoch

 Mehrere Verschüttete hat es am Mittwoch bei Lawinenabgängen in Tirol gegeben. In Westendorf im Bezirk Kitzbühel erfasste ein durch zwei Snowboarder losgetretenes Schneebrett eine Piste im gesicherten Skiraum. Die Suchaktion nach möglichen Verschütteten war laut Polizei vorerst noch im Gange. Glück hatte ein Skifahrer aus Großbritannien im Gebiet St. Anton (Bezirk Landeck). Dank seiner Ausrüstung konnte er nach einer durch ihn ausgelösten Lawine von einem Kollegen geortet und ausgegraben werden.

Gegen 10.30 Uhr war das Schneebrett im Skigebiet Westendorf im oberen Drittel des Gampenkogel abgegangen. Laut einer Erstmeldung wurden vier Personen unter den Schneemassen vermutet. "Der Lawinenkegel wird zur Zeit abgesucht", schilderte ein Polizist.

Sein Leben verdankt ein englischer Saisonarbeiter vermutlich der Lawinenausrüstung, mit der er bei seinem Ausflug in den ungesicherten Skiraum im Gebiet St. Anton ausgestattet war. Gemeinsam mit einem Snowboarder, ebenfalls aus Großbritannien, war dieser im Bereich Galzig unterwegs. Auf rund 2.000 Meter Höhe löste er das 40 Meter breite Schneebrett aus und wurde bis zu 50 Meter mitgerissen.

"Der Skifahrer war kurzzeitig ganz verschüttet", teilte ein Polizeibeamter mit. Nachdem ihn sein Kollege ausgegraben hatte, wurde der Verschüttete mit dem Hubschrauber ins Tal geflogen.

Zwei Deutsche überlebten Nacht in Schneehöhle

Zwei Deutsche hingegen haben eine Nacht in einer Schneehöhle oberhalb der Tiroler Gemeinde Galtür im Paznauntal überlebt. Die zwei waren auf dem Weg zur Jamtalhütte in die Dunkelheit geraten, außerdem hatte die 22-jährige Tochter des Tourengehers das Fell von einem ihrer Skier verloren. Eine Suchmannschaft entdeckte die Urlauber 500 Meter unterhalb der Hütte und brachte sie am Dienstag in Sicherheit.

Laut Polizei waren die Touristen gut ausgerüstet. Der Hüttenwirt hatte noch am Montagabend mit einer Transportmaschine nach den Vermissten gesucht, musste aber wegen der Witterungsverhältnisse und Lawinengefahr bei der Jambrücke umkehren. Am Vormittag wurden Vater und Tochter schließlich von einem Hubschrauber aus gesichtet. (APA)

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