Freispruch im Prozess um russischen "Mafia-Paten"

24. Februar 2009, 16:46
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40-jähriger Geschäftsmann ist demnach nicht der Auftraggeber für Mord an ehemaligem Mitarbeiter

Wien - Mit einem Freispruch hat am Dienstag am Wiener Landesgericht der Prozess um einen 40-jährigen russischen Geschäftsmann geendet. Der Mann war angeklagt, zur Ermordung eines ehemaligen Mitarbeiters einen Auftragskiller engagiert zu haben. Dieser hatte zuvor eine Sonderprämie von 250.000 Euro eingefordert. Die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab, das Urteil ist somit nicht rechtskräftig.

Im Frühsommer 2004 soll ein ehemaliger Mitarbeiter des Angeklagten eine Sonderprämie von 250.000 Euro eingefordert haben, die der Geschäftsmann jedoch nicht bezahlen wollte bzw. konnte. Daraufhin habe drohte das spätere Opfer, sein brisantes Wissen sowohl Polizei als auch Finanzbehörden mitzuteilen. Denn das Unternehmen stellte für Warenlieferungen in die Ukraine falsche Zweitrechnungen mit viel zu niedrigen Wertangaben aus, um die Gewinne zu steigern. Der Angeklagte soll daraufhin laut Anklage einen Auftragsmörder angeheuert haben. (APA)

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