Atrium zieht Klage gegen IVA zurück

23. Februar 2009, 11:01
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MEL hatte Interessenverband der Anleger wegen Ehrenbeleidigung und Kreditschädigung geklagt

Wien  - Die Atrium European Real Estate Limited (früher Meinl European Land, MEL) hat ihre Klage gegen den Interessenverband der Anleger (IVA) wegen Ehrenbeleidigung und Kreditschädigung zurückgezogen. Das bestätigte Atrium-Anwalt Michael Rami Montag früh gegenüber der APA. Die nächste Verhandlungsrunde in der Streitsache hätte diese Woche stattfinden sollen - dabei ging es um eine Klagssumme von 19.620 Euro.

Die MEL habe sich mittlerweile umformiert, heiße jetzt Atrium und sei ein neues Unternehmen mit einem neuen Geschäftsfeld, sagte Rami zur Begründung. Es sei daher daher nicht sinnvoll erschienen, die Klage weiterzuführen.

"Art Begradigung"

IVA-Präsident Wilhelm Rasinger sprach von einer "Art Begradigung", die die Atrium-Führung nun vornehme. "Das Timing" der Klagerückziehung sei für ihn "nicht überraschend". Einen Zusammenhang mit den Hausdurchsuchungen bei der Meinl Bank am Mittwoch vergangener Woche (18. Februar) wollte Rasinger nicht herstellen.

Der IVA hatte Ende Juni 2008 - noch vor der MEL-Übernahme durch Citi Property Investors (CPI) und Gazit-Globe Ltd. - auf seiner Internetseite den Behörden in Österreich und auf Jersey Säumigkeit vorgeworfen und Hausdurchsuchungen sowie die Sicherstellung von Unterlagen verlangt. Der IVA äußerte damals auch den Verdacht, dass wichtige Beweismittel bereits vernichtet worden seien. Dagegen brachte die MEL damals eine Klage ein.

Für Rasinger hatte die Klage "von vornherein die klare Funktion gehabt, den IVA und mich einzuschüchtern. Die Substanz der Klage hat aber in den letzten Monaten eher ab- als zugenommen." (APA)

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