"Saft in den Haxn"

21. Februar 2009, 18:58
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Toni Innauer (ÖSV-Sportdirektor): "Dieser Erfolg ist unsäglich wichtig. Im Training waren sie mit der Schanze nicht so auf Du und wenn es in einem so starken Team nicht funktioniert, dann kann das zu einer Schubumkehr führen. Kompliment an alle, die da beteiligt waren. Am Ende war es etwas schwieriger von den Bedingungen, da hat es sich bezahlt gemacht, dass Wolfi die Ruhe des Siegers hat und Saft in den Haxn. Morgenstern muss jetzt traurig sein dürfen, aber wir werden ihn wieder aufrichten."

Weltmeister Wolfgang Loitzl: "Ich war oben vor dem zweiten Sprung schon ein bisserl angespannt. Ich habe gewusst, dass es schwieriger ist. Wie ich unten war, habe ich gewusst, dass dieser Sprung viel wert ist. Weltmeister - ein Hammer. Nach dem schwierigen Start habe ich mich mit der Schanze sehr angefreudet."

Vizeweltmeister Gregor Schlierenzauer: "Für mich ist nach wie vor ein Traum in Erfüllung gegangen, bei einer WM eine Einzelmedaille zu holen. Schade für den Morgi, denn er hätte sicher auch eine Medaille geholt. Es hat nicht sollen sein. Es tut mir sehr leid für ihn, er hätte es sich verdient. Gratulation an Wolfgang."

Simon Ammann (WM-Dritter aus der Schweiz): "Dieses Resultat ist für mich sehr wichtig. Endlich habe ich Bronze. Ich kenne das Gefühl, ohne Auszeichnung dazustehen. Ich zeigte nicht meine besten Sprünge. Bei beiden Absprüngen war ich ein klein wenig spät dran. Als Harri Olli abschmierte, ging dann die Post richtig ab!

Mit diesem Resultat komme ich gut weg. Thomas Morgenstern vermochte seinen Sprung nicht zu stehen, Olli und Anders Jacobsen kamen mit den schlechter werdenden Bedingungen nicht mehr zurecht. Aber beim Skispringen geht es auch darum, unter großem Stress möglichst keinen oder nur geringfügige Fehler zu machen. Meine Fähigkeit, an mich zu glauben, zahlte sich aus."

ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner: "Ich bin jetzt fünf Jahre dabei. Der WM-Titel im Einzel bedeutet mir sehr viel, mir kommen fast die Tränen. Mit dem heutigen Tag ist 'Wuff' (Loitzl, Anm.) der absolute Superstar. Weltmeister zu werden schaffen nicht viele, da kommt es auf den Tag X drauf an. Wenn's drauf ankommt, dann kann er sich steigern. Ich möchte mich bei den Burschen bedanken, dass sie mir ermöglicht haben, bei all diesen Momenten dabei gewesen sein zu dürfen. Nach der tollen Saison war die Erwartungshaltung so groß, deswegen freut mich, dass wir Gold und Silber geholt haben. Ich habe auch ein weinendes Auge für Thomas Morgenstern. Für ihn war die WM das große Ziel, aber er hat leider in den Schnee gegriffen."

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel: "Dem Thomas geht es nicht gut, er hätte möglicherweise gewonnen. Ich habe ihm gesagt, es ist wie beim Fischen. Der erste Fang ist weg, jetzt muss er sich auf den nächsten konzentrieren."

 

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