Givaudan enttäuscht trotz Gewinnanstieg

17. Februar 2009, 14:20
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Zürich - Der weltgrößte Aromen- und Dufthersteller Givaudan hat die Anleger trotz eines Gewinnanstiegs enttäuscht. Zwar erhöhte sich der Gewinn 2008 trotz eines leicht gesunkenen Umsatzes um 1,1 Prozent auf 111 Mio. Franken (74,6 Mio. Euro). Doch Givaudan verdiente deutlich weniger als die im Schnitt von Analysten erwarteten 157 Mio. Franken. Analysten bemängelten vor allem, dass die Geschäftsdynamik im zweiten Halbjahr nachgelassen habe und die Margen unter Druck geraten seien.

Dass Givaudan die Dividende auf 20 (Vorjahr 19,50) Franken je Aktie anheben will und versichert, stärker als die Branche wachsen und damit Marktanteile gewinnen zu können, versöhnte die Anleger nicht. Denn nur die Hälfte der Ausschüttung erfolgt in bar. Die andere Hälfte soll in Aktien abgegolten werden.

Givaudan zeigte sich am Dienstag zuversichtlich, wie angepeilt im Jahr 2010 das Einsparungsziel von 200 Mio. Franken zu erreichen und damit die Ebitda-Marge wieder auf jenes Niveau zu heben, auf dem sie vor der Übernahme des Konkurrenten Quest lag.

Der Umsatz des Genfer Unternehmens, das Ingredienzien für Softdrinks, Seifen und Parfüms herstellt, ging im abgelaufenen Jahr währungsbedingt um 1,1 Prozent auf 4,09 Mrd. Franken zurück. In Lokalwährungen gerechnet wurde um 6,7 Prozent mehr umgesetzt. Die Bruttomarge sank auf 45,6 von 47,1 Prozent.

Die Aktien brachen mehr als zehn Prozent auf 738 Franken ein und verloren damit deutlich stärker als der ebenfalls schwache europäische Chemiesektor. Auch Givaudan, dessen Geschäft mit großen Lebensmittel- und Kosmetikherstellern bisher als relativ schwankungsresistent galt, bekomme die rückläufigen Verkaufsvolumen seiner Kunden zu spüren, sagte ZKB-Analyst Daniel Bürki.

Der deutsche Konkurrent Symrise, weltweit die Nummer vier Branche, hatte im vergangenen Monat erklärt, er habe seine Gewinnziele 2008 wohl erreicht. Der Umsatz dürfte währungsbereinigt um sechs bis sieben Prozent zugelegt und die operative Rendite (Ebitda-Marge) 20 Prozent erreicht haben. (APA/Reuters)

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