Einbrecherbande verursachte 2,6-Millionen-Euro-Schaden

17. Februar 2009, 12:38
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28 Personen wurden festgenommen - Bevorzugte Opfer waren Wohlhabende

Wiener Kriminalisten haben eine hoch professionelle Bande zerschlagen, die in rund einem Jahr 290 Einbruchsdiebstähle in mehreren Bundesländern verübt und dabei 2,6 Millionen Euro Schaden angerichtet hat. Die Täter hatten es vor allem auf Wohlhabende abgesehen. 28 Personen wurden festgenommen, nach drei weiteren wird noch gefahndet. Das gab die Polizei am Dienstag bekannt.

Die Festnahmen erfolgten nach Polizeiangaben in mehreren Tranchen, die erste bereits vor ungefähr einem Jahr. Bevorzugte Opfer der Bande waren Wirtschaftsbosse sowie Schauspieler. Bei einer Hausdurchsuchung sichergestellte Zettel ließen darauf schließen, dass die Täter noch große Pläne hatten: Auf 400 Zetteln waren potenzielle Einbruchsziele festgehalten, inklusive Adressen, Namen der Haus- oder Wohnungsbesitzer, Telefonnummern, Koordinaten auf dem Stadtplan, Zahl der Türschlösser und Fluchtwege. Dazu fanden sich Angaben zu An- bzw. Abwesenheitszeiten der Opfer.

Spaziergängerin mit Hund

Vorgeschickt wurde immer die einzige Frau der serbischen Bande, die sich als Spaziergängerin mit Hund tarnte und über Funk allfällige Beobachtungen zu melden hatte. In den Objekten nahmen sich die Einbrecher die Tresore vor, die an Ort und Stelle aufgebrochen oder, wenn das nicht gelang, mitgenommen wurden. Die Täter verfügten neben hochspezialisiertem Einbruchswerkzeug über einen Diamantprüfer sowie über Goldschmiedewerkzeug, mit dem sie Edelsteine aus der Fassung trennten.

Der Großteil der Beute ist verschwunden. Sichergestellt wurde ein Auto mit Diebesgut. Der Großteil der Gruppierung stammt aus dem Raum Uzice, einige von ihnen waren auch in Deutschland und der Schweiz tätig. Als Hauptquartier ermittelten die Kriminalisten ein Haus in Mödling. (APA)

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