30 Tote bei Raketenangriff im Grenzgebiet

16. Februar 2009, 07:31
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Extremisten erklären zehntägige Kampfpause - Entführer von UNO-Mitarbeiter verlängern Ultimatum

Peshawar - Bei einem mutmaßlichen US-Raketenangriff in Pakistan sind nach Augenzeugenberichten 30 Menschen getötet worden. Die Raketen sollen im Bezirk Kurram in der Grenzregion zu Afghanistan ein Haus zerstört haben, das von einem örtlichen Taliban-Führer genutzt wurde. Ein Anwohner sagte, vor dem Einschlag seien Drohnen im Himmel zu sehen gewesen. Die US-Streitkräfte haben seit August vergangenen Jahres wiederholt Angriffe gegen Taliban-Stützpunkte in der Region geflogen.

Erst am Samstag wurden pakistanischen Geheimdienstkreisen zufolge bei einem Angriff 27 militante Islamisten getötet. Pakistan hat mit Verweis auf die hohe Zahl von Opfern unter der Zivilbevölkerung scharf gegen die US-Angriffe protestiert.

Extremisten erklären zehntägige Kampfpause

Im Swat-Tal riefen Extremisten unterdessen eine zehntägige Feuerpause im Kampf gegen pakistanische Truppen aus. Sie griffen damit einem für Montag erwarteten Waffenstillstandsabkommen mit der Regierung vor. Die USA haben die Bemühungen um eine Vereinbarung mit den islamischen Extremisten kritisiert.

Entführer von UNO-Mitarbeiter verlängern Ultimatum

Die Entführer des in Pakistan verschleppten amerikanischen UN-Mitarbeiters haben ihr Ultimatum verlängert. Ihre am Freitag gesetzte Frist von 72 Stunden, in denen noch über eine Freilassung verhandelt werden könne, sei auf Drängen internationaler Organisationen um "einige Tage" verlängert worden, sagte ein Sprecher am Montag in einem Anruf beim Presseclub von Quetta. In einem Video hatten die Entführer gedroht, ihre Geisel nach Ablauf der 72 Stunden zu töten. Der Amerikaner John Solecki war Anfang Februar in Quetta entführt worden. Er arbeitete seit zwei Jahren in der Stadt und leitete das dortige UNHCR-Büro. (APA/AFP)

 

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