Opel setzt wegen Abwrackprämie Kurzarbeit in Eisenach aus

14. Februar 2009, 11:20
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Kleine Modelle wie Corsa, Agila und Meriva besonders gefragt

Frankfurt/Main Die Verschrottungsprämie (Abwrackprämie) kurbelt die Geschäfte von Opel in Deutschland kräftig an. Das Unternehmen habe die Kurzarbeit im Werk Eisenach ausgesetzt, bestätigte ein Sprecher am Samstag einen Bericht der "Bild"-Zeitung. In Deutschland habe Opel beim Auftragseingang im Jänner ein Plus von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum verbucht. Besonders gefragt seien die kleinen Modelle wie Corsa, Agila und Meriva.

In Eisenach werden den Angaben zufolge an den zusätzlichen Arbeitstagen rund 1.500 Kleinwagen vom Typ Corsa mehr gebaut. Im März solle die Produktion in dem Werk sogar ganz ohne Kurzarbeit laufen. Ursprünglich sei für mindestens vier Tage ein Produktionsstopp geplant gewesen. Der Opel-Sprecher unterstrich, dass die Situation in Europa trotz der gestiegenen Nachfrage in Deutschland für die gesamte Branche weiter kritisch sei. So seien wichtige Volumenmärkte wie Spanien quasi weggebrochen.

"Focus" berichtete unter Berufung unter auf den Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), dass 80 Prozent der Käufer, die die Abwrackprämie in Anspruch nähmen, zu Neuwagen griffen. ZDK-Sprecher Helmut Blümer sagte einer Vorausmeldung des Magazins zufolge, die Kunden bezahlten zwischen 10.000 und 12.000 Euro für ihren neuen Pkw. Bei den Jahreswagen betrage die Preisspanne 15.000 bis 18.000 Euro. (APA/AP)

 

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