Bank Medici: Kein Geld von Cohmad bekommen

13. Februar 2009, 15:40
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Angeblich sollen 26.000 Dollar an die Banken-Mehrheitseigentümerin Sonja Kohn geflossen sein

Wien - Die in den Madoff-Strudel geratene Wiener Bank Medici hat am Freitag betont, kein Geld von der US-Brokerfirma Cohmad erhalten zu haben. "Die Bank als solches hat mit Cohmad nichts zu tun", sagte eine Sprecherin. Die zum Teil dem mutmaßlichen Milliardenbetrüger Bernard Madoff gehörende Cohmad hat wie berichtet offenbar 526.000 Dollar an die Bank-Medici-Mehrheitseigentümerin Sonja Kohn gezahlt.

Auch Kohn selbst dementierte im "Standard"den Geldfluss, der aus einer kürzlich veröffentlichten Anzeige von William Galvin, zuständiger Staatssekretär im US-Bundesstaat Massachusetts, hervorgeht. Madoff Investments hat die Summe laut Zeitung via Cohmad zu je vier Raten im Jahr a 21.000 Euro an Kohn überwiesen. "Ich bin nicht die Sprecherin von Frau Kohn", sagte die Bank-Medici-Sprecherin heute.

Zur heutigen Aufsichtsratssitzung des angeschlagenen Geldhauses gab es vorerst keine Informationen. Die Sprecherin kündigte aber noch für heute eine schriftliche Stellungnahme an. Der Ex-Minister Ferdinand Lacina dürfte bei der Sitzung nicht dabeigewesen sein, hieß es aus dem Büro des prominenten Aufsichtsratsmitglieds. Die Präsentation des Business-Plans, den der neue Vorstand (John Holliwell und Werner Tripolt) seit Anfang des Jahres ausarbeitet, wird erwartet. In Medien wurde in der Vergangenheit mehrfach über die Zurücklegung der Banken-Konzession spekuliert. Schließungsgerüchte hat das Institut bisher zurückgewiesen. Die Bank Medici hatte den Großteil ihres Geschäfts mit Madoff-Fonds gemacht und steht seit Anfang Jänner unter Staatskuratel. (APA)

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