Benefiz für "War Child"

13. Februar 2009, 13:27
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Zwei Benefiz-Sampler - Doppel-EP von Beirut - Verspätetes Debüt von The Do - Jem legt nach

Wien - Zwei Benefiz-Sampler mit durchaus interessantem Inhalt stehen demnächst in den Regalen. So erscheint zugunsten der Red Hot Organization die Songsammlung Dark Was The Night (edel Records) und für die Organisation War Child kommt die Kompilation War Child - Heroes Vol. 1 (EMI) in den Handel.

Die "Red Hot Organization" unterstützt bereits seit "Red Hot + Blue" aus dem Jahr 1990 den Kampf gegen HIV und Aids mit qualitativ anspruchsvollem Pop. Für das Zustandekommen von Dark Was The Night zeichneten diesmal die beiden Brüder Aaron und Bryce Dessner von der US-Rockband The National mitverantwortlich. Geboten werden dabei auf zwei CDs oder drei LPs 31 exklusive Songs mit Schwerpunkt nordamerikanische Indie-Szene. Bekannte Namen fehlen dabei nicht, so finden sich auf der Playlist unter anderem Arcade Fire, Cat Power, Conor Oberst oder Beirut.

Ganz auf das Covern von mehr oder weniger bekannten Titeln aus der Musikhistorie setzt hingegen der War Child - Heroes Vol. 1-Sampler, dessen Erwerb Kindern in Kriegsgebieten helfen soll. Musiker aus recht unterschiedlichen Genres sorgen auf diesem für 15 Cover-Versionen. So nehmen sich die Yeah Yeah Yeahs den Ramones-Klassiker Sheena Is A Punk Rocker vor, Rufus Wainwright versucht sich an Brian Wilsons Wonderful / Song For Children und die Soulsängerin Duffy interpretiert Paul McCartneys James Bond-Song Live and Let Die.

Neues gibt es von den bereits erwähnten Beirut, dem Projekt des US-Amerikaners Zach Condon, zu berichten. Unter dem etwas sperrigen Titel March of the Zapotec/Realpeople:Holland (Hoanzl) erscheint eine Doppel-CD, die eigentlich eine Doppel-EP ist, denn in Summe finden sich auf den zwei Silberscheiben nur elf Titel. Die Trennung hat aber durchaus Sinn. Auf den ersten sechs Songs gibt es Beirut gewohnt melancholisch mit Unterstützung eines 19-köpfiges Begräbnisorchesters zu hören, während sich Condon auf den "Realpeople:Holland"-Songs in elektronischere Gefilde wagt.

Eine finnisch-französische Kooperation musikalischer Natur führte in Frankreich zu Platz eins in den Album-Charts. Zumindest für zwei Wochen konnten sie diesen halten, doch für einen französischen Newcomer, der noch dazu auf Englisch singt, war es trotzdem eine Premiere. The Do nennt sich das Duo, das angesichts des kommerziellen Erfolgs eher unkonventionelle Kost bietet. Komponist Dan Levy sorgt für folkige Pop-Songs, die finnisch-stämmige Sängerin Olivia Merilahti für Sprechgesang. In Frankreich kam das Debüt-Album A Mouthful (edel Records) bereits im Jänner 2008 auf den Markt, ab 17. April ist es nun verspätet im heimischen Handel erhältlich.

Mit dem Debüt Finally Woken gab die walisische Sängerin Jem vor vier Jahren ihr relativ erfolgreiches Stelldichein am Pop-Markt. Jetzt liegt mit Down To Earth (edel Records) der Nachfolger vor und dieser bietet wieder eine radiotaugliche Mischung aus Pop, TripHop, Dance und anderen Elementen. Der Erstling fand über eine Million Käufer und einige Songs liefen in TV-Serien wie zum Beispiel "Six Feet Under", und auch das zweite Album hat bereits seine Ableger in TV und Kino-Produktionen. (APA)

  • The Do, "A Mouthful" (edel Records).
    cover: edel records

    The Do, "A Mouthful" (edel Records).

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