Eine zweite "Mona Lisa" für den Louvre

12. Februar 2009, 21:32
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Der französisch-chinesische Künstler Yan Pei-Ming fertigte eine große monochrome Variante an

Paris - Der Louvre hat eine Mona Lisa mehr. Nachdem der französisch-chinesische Künstler Yan Pei-Ming den früheren chinesischen Revolutionsführer Mao Tsetung und US-Präsident Barack Obama auf riesigen Leinwänden verewigt hat, hat er sich nun an Leonardo da Vincis Ikone zu schaffen gemacht. Die neue Mona Lisa wurde vom Louvre im Rahmen seiner Politik, zeitgenössische Künstler mit Altmeistern zu konfrontieren, bei dem 1960 in Shanghai geborenen Maler in Auftrag gegeben.

Das großformatige Werk in reinen Grau- und Weißtönen hängt bis zum 18. Mai im Louvre in unmittelbarer Nähe zu den Meisterwerken der italienischen Renaissance. Es ist fast drei Meter hoch und drei Meter breit. Durch den pastosen und teilweise gespachtelten Farbauftrag wirkt die von da Vinci Anfang des 15. Jahrhunderts gemalte Gattin eines Florentiner Kaufmanns menschlich und außergewöhnlich plastisch.

Unter dem Titel "Die Beerdigung der Mona Lisa" stellt der Künstler die Ikone der Kunstgeschichte in den Mittelpunkt einer Vanitas-Darstellung, also der Vergänglichkeit alles Irdischen, aus insgesamt fünf Werken. Dazu gehören zwei menschenleere graue Landschaftsbilder mit Totenschädel sowie ein Bildnis des Künstlers im Sterbebett und ein Porträt seines greisen Vaters. Die Bilder pendeln zwischen den für den Künstler charakteristischen Polen Leben und Tod. (APA/dpa)

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