Spanien rutscht erstmals seit 16 Jahren in Rezession

12. Februar 2009, 09:51
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Folgen der schweren Immobilien- und Finanzkrise

Madrid - Spanien ist erstmals seit mehr als eineinhalb Jahrzehnten in die Rezession gerutscht. Die Wirtschaftsleistung sei im Herbst 2008 zum Vorquartal um 1,0 Prozent geschrumpft, teilte das Statistikamt auf Basis einer Schätzung am Donnerstag mit. Damit ist Spanien nach gängiger Definition in der Rezession, da die Wirtschaft bereits im Sommer geschrumpft war - und zwar um 0,3 Prozent. Für das Gesamtjahr ermittelte das Amt ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 1,2 Prozent.

Wirtschaftsminister Pedro Solbes machte bereits vor Wochen deutlich, dass er eine Rezession wegen der Folgen der schweren Immobilien- und Finanzkrise für unausweichlich hält. Spaniens Wirtschaft hatte über Jahre von einem Bauboom profitiert, der nach dem Platzen einer Immobilienblase jäh zu Ende ging. Noch 2007 hatte das südeuropäische Land ein Wachstum von 3,7 Prozent erreicht. (APA/Reuters)

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