Reaktionen: "Für den Hugo"

9. Februar 2009, 16:56
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Lindsey Vonn (Gold): "Ich war nach der Superkombination sehr traurig, habe zwei Tage nachgedacht, wie ich es besser machen kann. Deshalb war ich auch brutal brutal nervös am Start. Aber dann habe ich alles gegeben und bin jetzt jetzt so glücklich. Es war schwierig für mich. Ich habe immer geglaubt, dass ich noch eine Goldmedaille gewinnen kann. Mein Ehemann war erstmals oben mit am Start, das hat perfekt funktioniert. Ich fahre eine etwas andere Linie als Laura Gut. Sie fährt viel direkter, das ist gefährlich. Wenn du einen Schlag bekommst, bist du gleich weg und bekommst die Zeit nicht wieder. Im Riesentorlauf zu gewinnen, wird auf diesem Hang zu schwierig für mich. Aber im Slalom ist noch etwas möglich."

Lara Gut (Silber): "Ich habe nicht so gut geschlafen, hatte die ganze Nacht Bauchschmerzen. Bei der Fahrt habe ich zwar nichts gespürt, aber am Start war's schon schlimm. Ich bin nicht gefahren wie ich wollte, habe zuviel gedacht und bin zuwenig gefahren. Ich wusste daher, dass Lindsey schneller sein wird. Ich bin nicht enttäuscht, ich habe einfach nur Bauchschmerzen."

Nadia Fanchini (Bronze): "Ich bin überglücklich. Nach all meinen Verletzungen ist das eine ganz tolle Sache, in Bormio war ich ja nur Vierte. Ich bin glücklich, ich habe immer daran geglaubt.

Elisabeth Görgl (4.): "Das ist natürlich bitter, ich nehm' das jetzt mal so in Kauf. Von der Linie her habe ich es gut erwischt. Es ist extrem warm und ich hatte die Skischuhe extrem fest zu, das ist immer ein schmaler Grat. Ich weiß nicht, woran es lag, aber es hat auf jeden Fall was gefehlt. Bis Lindsey im Ziel war, habe ich gehofft. Denn sie ist auch nur ein Mensch und kann Fehler machen. Sie hat dann aber einen Superlauf hingelegt."

Andrea Fischbacher (7.): "Gesehen habe ich fast nichts, aber ich habe dennoch versucht, mich voll reinzuhauen. Es gab keine gravierende Fehler, leichte Fehler habe ich ja immer. Ich bin schon ein bissl enttäuscht. Man braucht eben das nötige Glück. Vielleicht klapp'ts ja beim nächsten Mal wieder."

Anna Fenninger (ausgeschieden): "Ich habe gewusst, dass die anderen Drei nicht in den Medaillenrängen sind. Ich hatte dadurch aber keinen Druck verspürt, wollte nur mein Rennen fahren. Leider ist es bei mir aber auch nicht aufgegangen. Ich bin zu gerade dran gewesen, es hat mich hinten reingedrückt und den Ski verschlagen. Ich hatte Glück, dass ich nicht ins Netz gefahren bin. Ich bin es gewohnt, viele Rennen zu fahren und freu mich schon aufs nächste Rennen."

Renate Götschl (24.): "Es ist alles für den Hugo. Es ist eine Riesenenttäuschung, da brauchen wir nicht zu reden. Beim letzten Rennen vier Sekunden hinten zu sein, da kann man nur noch ein Loch graben und zuschütten. Ich kann das Skifahren offenbar wirklich nicht mehr. Vier Sekunden, das ist mehr als eine Welt, das ist fast die halbe Strecke. Da braucht man nichts mehr zu sagen dazu. Wie es weitergeht? Ich hab jetzt gar nichts im Kopf. Bei mir ist alles auf delete. Ich kann nur noch lachen, denn eigentlich ist es zum Weinen."

 

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