Gewaltsame Proteste gegen Bildungsreform

5. Februar 2009, 16:34
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1.600 Studierende und Dozenten gingen gegen Präsident Sarkozys Bildungspläne auf die Straße

Straßburg - In Frankreich ist es am Donnerstag zu gewaltsamen Protesten gegen die geplante Bildungsreform von Präsident Nicolas Sarkozy gekommen. In Straßburg gingen etwa 1600 Studenten und Dozenten auf die Straße. Einige warfen Gegenstände auf die Polizei. Die Polizisten setzten Tränengas ein.

Landesweite Proteste

Die Auseinandersetzungen ereigneten sich Stunden vor einem geplanten Fernseh-Live-Auftritt von Sarkozy am Abend. Nach den landesweiten Protesten mit bis zu 2,5 Millionen Teilnehmern in der vergangenen Woche wollte der Präsident die skeptische Nation überzeugen, dass seine Regierung alles Notwendige unternehme, um auf die Wirtschaftskrise angemessen zu reagieren. Die französische Zeitung "Le Figaro" bezeichnete den eineinhalbstündigen Auftritt als den größten Test für Sarkozy seit der Wahl.

Die Regierung will im Rahmen von Einsparungen im öffentlichen Dienst auch Stellen an den Universitäten kürzen. Die Gewerkschaften haben zu einem unbefristeten Streik dort aufgerufen. Am Donnerstag waren Demonstrationen in mehr als 20 Städten geplant. In der kommenden Woche soll es landesweite Proteste geben. (Reuters)

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    Bis zu 2,5 Millionen Menschen protestierten in den vergangenen Tagen gegen die Einsparungspläne.

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