British Council stellt Arbeit ein

5. Februar 2009, 06:49
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Direktor: Behörden haben Mitarbeiter eingeschüchtert - Institut bliebt vorerst geschlossen

London - Das britische Kultur- und Sprachinstitut British Council hat seine Arbeit im Iran wegen Einschüchterung seiner Mitarbeiter durch Behörden vorerst ausgesetzt. Das Institut habe "keine Wahl" gehabt, nachdem im Dezember einem Großteil seiner 16 einheimischen Mitarbeiter bei "Befragungen" durch iranische Behörden eine Kündigung bei dem Institut nahegelegt worden sei, erklärte der British-Council-Direktor Martin Davidson am Mittwoch in London. Zudem seien von zwei Angestellten vor einer Reise zu einem Termin im Ausland die Pässe konfisziert worden. Der British Council habe deshalb Ende Jänner seine Arbeit im Iran vorerst eingestellt.

Davidson verurteilte das Vorgehen der iranischen Behörden als "inakzeptabel". Sie hätten versucht über die Einschüchterung der Mitarbeiter die Bildungsarbeit des Instituts zu stoppen. Ein "offener und konstruktiver Dialog zwischen Ländern" sei allerdings auch in schwierigen Zeiten unerlässlich, ergänzte Davidson. Er hoffe, dass das Institut seine Arbeit sobald wie möglich fortsetzen könne. Im Iran hatte das British Council sein Büro im Jahr 1942 eröffnet, dieses aber nach der Islamischen Revolution 1979 geschlossen. Es wurde 2001 auf Bitten der iranischen Behörden wiedereröffnet. (APA/AFP)

 

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