Vodafone hebt Prognose

3. Februar 2009, 10:33
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Sparprogramm im Plan - Stärkstes Wachstum im bisherigen Jahresverlauf in Indien

London - Der britische Mobilfunkbetreiber Vodafone Group hat dank des schwachen Pfund seine Prognosen erhöht. Die Gruppe habe Annahmen für die den Schätzungen zu Grunde liegenden Wechselkurse angehoben und ihre Erwartungen entsprechend angepasst, teilte das Unternehmen Dienstag früh mit.

"Die Geschäftsentwicklung zeigte ähnliche Trends wie im vorangegangenen Quartal", sagte Vodafone-Chef Vittorio Colao. Entsprechend hätten sich die grundlegenden Erwartungen nicht verändert. Die Aktie legte zum Handelsbeginn knapp fünf Prozent zu und deutlich stärker als der Gesamtmarkt.

Vodafone rechnet wegen der für seine Geschäfte günstigen Wechselkurse des Pfund zum Euro und US-Dollar nun mit einem bereinigten operativen Gewinn von 11,5 bis 12,0 Mrd. britischen Pfund (12,7 bis 13,3 Mrd. Euro) für das bis Ende März dauernde Geschäftsjahr. Damit wurde die bisherige Spanne um 0,5 Mrd. Pfund angehoben. Auch das Ziel für den Free-Cash-Flow wurde noch einmal leicht um 0,3 Mrd. Pfund erhöht und liegt nun bei 5,5 bis 6,0 Mrd. Pfund. Den Umsatz sieht Vodafone nun bei 40,6 bis 41,5 Mrd. Pfund. Im November war der Umsatzausblick noch auf 38,8 bis 39,7 Mrd. Pfund gekürzt worden.

Im abgelaufenen dritten Quartal steigerte Vodafone seine Umsätze vor allem dank positiver Währungseffekte und Zukäufe um 14,3 Prozent auf 10,47 Mrd. Pfund. Auf organischer Basis gingen die Umsätze zwar um 1 Prozent zurück, trotzdem übertraf der Mobilfunkbetreiber die Erwartungen von Analysten. Zahlen für den Gewinn nennt Vodafone nur bei Veröffentlichung des Gesamt- und Halbjahresberichts.

Deutliches Plus bei Datenumsätzen

Ein deutliches Plus von 25,3 Prozent auf 786 Mio. Pfund verbuchte Vodafone auf organischer Basis bei den Datenumsätzen. Die Zahl der Kunden wuchs um 9,5 Mio. auf 289 Mio.. Das Sparprogramm, mit dessen Hilfe bis 2011 rund eine Milliarde Pfund jährlich eingespart werden soll, liege im Plan, hieß es weiter. Bis Ende 2010 sollen die Kosten bereits um rund 500 Mio. Pfund gesenkt werden.

In Europa seien die Service-Umsätze um 15 Prozent gestiegen, organisch sanken sie ebenfalls um 1,4 Prozent. Dabei hätten solide Ergebnisse in Deutschland und Italien sowie eine Stabilisierung in Großbritannien die anhaltende Schwäche in Spanien wett gemacht. Auf dem hart umkämpften deutschen Mobilfunkmarkt habe sich der Rückgang der Serviceumsätze verlangsamt. Außerdem sei die Zahl der Breitbandkunden im dritten Quartal um 123.000 auf mehr als 3,0 Mio. gesteigert worden. Die Integration der im Mai übernommenen Arcor laufe gut. In Italien verbesserten sich die Umsätze. In Spanien gingen sie hingegen um fast sechs Prozent zurück.

Am stärksten wuchs Vodafone erneut in Indien, wo die Service-Umsätze währungsbereinigt um 29,6 Prozent gesteigert und 2,1 Mio. neue Kunden gewonnen werden konnten. Im Frühjahr hatte Vodafone seine Position auf dem indischen Markt mit der Übernahme der indischen Hutchinson Essar deutlich gestärkt. (APA/dpa-AFX)

 

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