Gusenbauer als EU-Kommissar: die Regierung entscheidet

2. Februar 2009, 10:17
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Alfred Gusenbauer ist zurzeit wieder in der Arbeiterkammer als EU-Referent tätig. Es ist aber auch als nächster österreichischer EU-Kommissar im Gespräch. Wie seine Chancen stehen, kann er jedoch nicht einschätzen.

„Ich habe mich schon immer für die europäische Politik interessiert", gab der Ex-Kanzler bei einer Diskussionsveranstaltung mit Jung¬journalisten Ende Jänner in der Wiener Hofburg bekannt. Doch es ist allein die Entscheidung der beiden Regierungspartner, ob Gusenbauer im Sommer 2009 zum EU-Kommissar berufen wird. Auf die Frage, ob er bis zur Pension EU-Referent bleiben möchte, gab er keine konkrete Antwort, jedoch erwähnte er eine 3-beinige Grundlage seiner persönlichen Zukunft.

Der Ex-Bundeskanzler gab preis, dass er sich mehrfach beschäftigt, nämlich als EU-Referent in der Arbeiterkammer in Niederösterreich, als Lektor an zwei verschiedenen amerikanischen Universitäten und als Chef einer kleinen Firma, mit der er einer Vielzahl von Firmen in Osteuropa, Südeuropa und in Lateinamerika unterstützen will.
Er ist sehr gespannt darauf, wie sich die verschiedenen Beschäftigungen entwickeln. Da er nicht frühzeitig in Pension gehen will, ist er sichtlich davon überzeugt, dass sich noch eine Reihe von Tätigkeitsmöglichkeiten auftun wird.

Er ist sicher, dass er in seinen 2 Jahren als Kanzler auf der europäischen Ebene gute Leistungen erzielt hat. Stolz ist er auf die europäische Klimastrategie, die Anerkennung von Kosovo und der Vertrag von Lissabon, der hoffentlich bald ratifiziert wird, wie er betonte.
Er beendete dieses Gespräch mit dem Satz: „Das Ansehen Österreichs ist heute noch besser, als vor 2 Jahren und das politische Kapital hat sich ebenfalls vermehrt." (Belinda Fertin)

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